Lyrik ist die wirkliche Sprache

von Jörg Neugebauer, Neu-Ulm Lyrik ist doch die wirkliche Sprache. Hier wird nichts benannt, nichts bewertet, nicht ›informiert‹. Das lyrische Sprechen geschieht beiseite, wie es der verstorbene Werner Dürrson genannt hat. Dabei geht der Blick ebendorthin, der des lyrisch Sprechenden und der Blick dessen, der hört. Und hören muss man, nicht lediglich lesen. Der Klang der Leier braucht Stimme und Ohren. Denn Klang ist er vor allem andern. Rhythmus, bedeutungstragender Laut. Aber es wird nichts bedeutet, der Hörer weiß, ohne zu wissen. So wie jener, der schrieb.

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