heimkehr

von Christopher Ecker das erwartete geschehen erträumte geschehen erhoffte geschehen kollidiert mit dem ich weiß das richtige wort nicht das was ich hoffte was ähm passieren würde was ich erträumte und ehrlich gesagt erwartete kollidiert also mit dem wofür ich keine worte habe das was nun bleibt wenn man heimgekehrt ist ernüchtert und gedemütigt heimgekehrt ist entspricht vollauf dem was ich nicht sagen kann nicht weil ich es nicht sagen möchte sondern es einfach nicht kann weil mir die worte usw. sagte mir auf der heimfahrt im taxi jemand dessen namen hier nicht genannt werden darf (und zwar nicht weil […]

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sicherheitshinweise

von Dirk Hülstrunk stülpen sie sich bitte die glasglocke über ihren kopf und kontrollieren sie den richtigen sitz dann helfen sie kindern und phantasten und stellen sie sicher dass ihre träume dem individuell zertifizierten standard entsprechen ihren standardtraum finden sie in ihrer persönlichen mappe benutzen sie ausschliesslich den 5-stelligen zugangscode vor dem händeschütteln desinfizieren sie sich gründlich schalten sie bitte ihre synapsen stumm und laden sie sich kostenfrei geprüfte vorurteile auf ihr mobiltelefon aber seien sie offen für lokale spezialitäten verhalten sie sich tagsüber vernünftig und reisen sie niemals ohne guten grund in die berge   © Dirk Hülstrunk, Frankfurt

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Reisepoesie Folge 2:
Charles Baudelaire │»Parfum Exotique«

In 21 Folgen stellt die Online-Redaktion der Zeitschrift DAS GEDICHT internationale Reisepoesie aus vier Jahrtausenden vor. So können Sie sich gemeinsam mit uns auf den Weg zur neuen Ausgabe von DAS GEDICHT begeben. Die buchstarke Nummer 21 wird ab Herbst 2013 zeitgenössische Gedichte versammeln, die ums Reisen kreisen. Charles Baudelaire »Parfum Exotique« Wenn sich mein auge schliesst am sommerabend Und deines heissen busens duft mich lezt Dann bin ich in ein selig reich versezt. An immer gleicher sonnenglut sich labend Ein träges eiland das Natur beglückt Mit seltnen bäumen früchten süsser säfte Mit männern schlanken leibes voller kräfte Und frauen […]

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Meine Fresse

von Michael Augustin Warn das noch Zeiten als ich in einer offenen Reiseschreibmaschine unterwegs war: überall hin und immer schon da, alles gesehn, alles gehabt, an allem geleckt alles vor die Flinte gekriegt und Abend für Abend alles wieder runtergespült mit viel zu viel Tipp-Ex. Alles weg jetzt. Nur manchmal noch aus weiter Ferne irgendwie das fröhliche Quietschen einer fast vergessenen Dorfmatratze.   © Michael Augustin, Bremen

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Route du Lavande (Kloster Fontfroide)

von Tanja Dückers Route du Lavande Route du Thyme Als Lavendel und Thymian noch zu Fuß gingen Irgendwo dort dem Husten von damals das bellende Meckern ausgetrieben den Haß auf sich selbst Irgendwo dort der Nervosität das innere Zittern ausgetrieben die Angst vor sich selbst Wie der Geist sich verändert wenn man den ganzen Tag betet und pflückt Liebe zum Lavendel so schön ungefährlich   © Tanja Dückers, Berlin

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