»Der Fußball fällt« von Faltsch Wagoni

Das Künstler-Paar Faltsch Wagoni (alias Silvana Prosperi und Thomas Prosperi) schießt, inspiriert durch unsere Netz-Anthologie »Vom Leder gezogen – zur WM 2014 in Brasilien«, eine gezielte Flanke in Richtung DAS GEDICHT blog: Das Fußballgedicht, das sie uns zugespielt haben, ist wie ihre Auftritte (etwa diese Woche in der Münchner Lach- & Schießgesellschaft) vom Spiel mit der Sprache und ihre Umsetzung in Rhythmus und Musik geprägt. Für uns ein klares Tor! Der Fußball fällt Der Fußball fällt vom Fußballfeld ins Fußballtor das Tor, das hält der Fußballtor der schmettert: Tor! der Torwart wettert: is nich wohr! der Schiripfiff der hat’s im […]

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»Prachtvolle Mitternacht« von Ron Winkler

»Prachtvolle Mitternacht« von Ron Winkler

rezensiert von Paul-Henri Campbell Ron Winkler »Prachtvolle Mitternacht« »Prachtvolle Mitternacht« (Schöffling & Co. 2013) – wer die Droge dieser Gedichte zu sich nimmt, wird ihren narkotischen Sog, den heitermelancholischen Bann nie verlassen können: »in der Salbung genannten Nacht. blau / und silbern schlägt sie auf unsere Augen hernieder. / und so versprechen wir gern, / aus unseren Mördern niemals wieder / Herzen zu machen« (Winkler: Gesang der Feen). Ron Winkler (geb. 1973) lebt in Berlin und legte letztes Jahr mit »Prachtvolle Mitternacht« seinen zehnten Gedichtband vor. Neben Übersetzungen aus dem Amerikanischen von z. B. Jeffrey McDaniel oder David Lerner, war […]

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Rückblick: Gedicht und Film im Biergarten im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals 2014 (1)

Am Samstag, den 26.07., fand in diesem Jahr unser erster Abend mit Bayerischer Lyrik von drei Münchner Turmschreibern im Biergarten des Gasthofes Schuster in Hochstadt im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals (FSFF) statt. Melanie Arzenheimer, Wolfgang Oppler und Anton G. Leitner stellten sich den Elementen: Es regnete in Strömen und blitzte, aber das Publikum war klasse und lauschte vom eigens errichteten Zelt aus, das sich schließlich ganz füllte! Am Donnerstag folgt unsere nächste FSFF-Lesung zusammen mit Marianne Sägebrecht und Josef Brustmann.

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»Vorübergehend Bild, zu ebner Erde wohnend. Sonette« von Luis Stefan Stecher

rezensiert von Paul-Henri Campbell Luis Stefan Stecher »Vorübergehend Bild, zu ebner Erde wohnend. Sonette« Exotik oder Heimat. Dazwischen nichts. Oder doch: Ränder. Oder: Übergänge, Hybridisierungen und Peripherien des (z. B.) deutschsprachigen Kulturkreises in Südtirol oder Rätien oder die sorbischen Gebiete Sachses bzw. Brandenburgs oder der Peensilfaani Deitsche in den USA. Dort leben unter anderem Dichter, wie z. B. der bei Meran lebende italienische Dichter Luis Stefan Stecher. Solche Dichter sind nicht irgendwelche regionale Kuriositäten. Sie sind Belege dafür, dass Kultur nicht an der Landesgrenze aufhört, nicht durch sie definiert wird. Diese hybriden Variationen auf fiktive oder angebliche Leitkulturen erinnern uns […]

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Vom Leder gezogen – zur WM 2014 in Brasilien, Folge 99: »Nach(t)zügler«

Die Lyriker-Elf von dasgedichtblog unter Leitung von Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-WM am Zuckerhut   Michael Hüttenberger Nach(t)zügler Nun, denk ich, kann ich mich entspannt den Dingen widmen, die wichtig sind, les in der Zeitung beispielsweise: Die Kanzlerin wird 60, heimlich, still und leise verfilmt die UFA ihre Ära, Nicole Kidman als Spielerfrau, die wütend droht mit Suizid, wenn Kabinen nicht zu merkelfreien Zonen … »Heiße Getränke«, aufgeschreckt, bin eingenickt, die Reise ist lang, ermüdet träum ich Unsinn, bin nicht fit, denn WM-bedingt hab ich ein Defizit an Schlaf, erst jeden Abend, fast, das Sitzen vor der Glotze und jetzt […]

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