Melanie am Letzten – Folge 8: Die Heldensage

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Es ist Walpurgisnacht. Eine Nacht, die mit ihrer Namensgeberin, der Heiligen Walburga aber auch gar nichts zu tun hat. Außer, dass der Namenstag der Heiligen im Mittelalter am 1. Mai begangen wurde und diese seltsame Nacht in jenen Namenstag […]

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Pausenpoesie zum Neustarten 41
Reservate

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Ulrich Beck Reservate Meine Freunde, die Stockfische, stelzen und stolpern von Meeting zu Meeting, selbständig nur ihre rollenden Koffer, Herde genug, Stopp over, Gebäck und Getränk, ein Glas Roten in der Lounge, beizeiten schon früh um halb sieben, mühelos, ruft der Tag seine Brüder und wenige Schwestern, spät nach der Dämmerung, abhängen im Logensitz, schmiert der Tag ab, stetig, langsam hinter Milchglas, kein Vorfall, ausatmen, den Knoten gelockert, Flossen und Stelzen gestreckt.   © Ulrich Beck, geboren 1964 in München, lebt in Bremen. […]

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weimarer haikus

von Fitzgerald Kusz 1 zwaa schlichde särch in dä fürsdngrufd aff amm schdäihd goethe am andern schiller: dä douäd doud ned lang rum! 2 in buchenwald bläihä di schlisslblummä im museum schdennä di klann schouh vo die ermordeten kinder 3 deä moo aus nämberch mid sei zwaa gänslä im arm: deä brunnä blädschäd aa in weimar © Fitzgerald Kusz, Nürnberg Anmerkungen: 1. beide dichter waren ja geadelt worden, aber in der fürstengruft hat man das „von“ wieder weggelassen. 2. in buchenwald kamen 1600 kinder um. 3. goethe gefiel der nürnberger gänsemännchenbrunnen so sehr, dass er eine kopie für weimar anfertigen […]

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Reformatio | Reset
Pausenpoesie zum Neustarten 40
heute verschlägt es niemanden mehr wohin

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Silke Loser   heute verschlägt es niemanden mehr wohin die Bedeutung hat sich überholt in einer Zeit der Hochglanzviten wo es allein darauf ankommt alles was geht herauszuschlagen clever und smart fingierst du dich selbst wenn du ein paar Bälle verschlägst verfehlst du nie dein Ziel denn danebengehen darf besser nichts Unvorhergesehenes den Lebenslauf vom festgelegten Weg abbringen was nicht geplant wird weggesperrt das Hirn vernagelt das Herz mit Teflon gepanscht bist du dein eigener ausgebuffter Chef im 24-Stunden-Dienst und niemand sonst hat […]

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Präsentation der Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT auf den Literaturtagen Heide

Anton G. Leitner (Foto: Volker Derlath)

Der Swing vom Ding – Die Lust am Objekt Die Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT gastiert in Heide Freitag, 8. Mai 2015, 19.00 Uhr, Eintritt: 6,- Euro Die Herausgeber Anton G. Leitner (München) und Hellmuth Opitz (Bielefeld) präsentieren zusammen mit vier Dichterkolleginnen und -kollegen den 22. Jahrgang der buchstarken Jahresschrift DAS GEDICHT. Bärbel Wolfmeier (Heide), Michael Augustin, Ulrich Beck (beide Bremen) und Slamstar Alex Dreppec aus Darmstadt besingen und beswingen die öffentliche und private Welt der Dinge. Von der bedrohten Glühlampe bis zum wohlig wärmenden Kachelofen: Alles kann zum Objekt der Begierde werden, denn die Zuneigung vernetzt Menschen mit Gegenständen. Und wenn die […]

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