weimarer haikus

von Fitzgerald Kusz 1 zwaa schlichde särch in dä fürsdngrufd aff amm schdäihd goethe am andern schiller: dä douäd doud ned lang rum! 2 in buchenwald bläihä di schlisslblummä im museum schdennä di klann schouh vo die ermordeten kinder 3 deä moo aus nämberch mid sei zwaa gänslä im arm: deä brunnä blädschäd aa in weimar © Fitzgerald Kusz, Nürnberg Anmerkungen: 1. beide dichter waren ja geadelt worden, aber in der fürstengruft hat man das „von“ wieder weggelassen. 2. in buchenwald kamen 1600 kinder um. 3. goethe gefiel der nürnberger gänsemännchenbrunnen so sehr, dass er eine kopie für weimar anfertigen […]

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Reformatio | Reset
Pausenpoesie zum Neustarten 40
heute verschlägt es niemanden mehr wohin

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Silke Loser   heute verschlägt es niemanden mehr wohin die Bedeutung hat sich überholt in einer Zeit der Hochglanzviten wo es allein darauf ankommt alles was geht herauszuschlagen clever und smart fingierst du dich selbst wenn du ein paar Bälle verschlägst verfehlst du nie dein Ziel denn danebengehen darf besser nichts Unvorhergesehenes den Lebenslauf vom festgelegten Weg abbringen was nicht geplant wird weggesperrt das Hirn vernagelt das Herz mit Teflon gepanscht bist du dein eigener ausgebuffter Chef im 24-Stunden-Dienst und niemand sonst hat […]

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