Melanie am Letzten – Folge 9: Die moderne Esskultur

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Ob sich der Mensch im Laufe der Jahrtausende wirklich verändert oder gar verbessert hat, ist fraglich. Was sich aber verändert hat, ist die Art der Nahrungsaufnahme. In Urzeiten ging es hauptsächlich darum, durch die Nahrungszufuhr den täglichen Kalorienbedarf zu […]

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Pausenpoesie zum Neustarten 72
Passion

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Hans-Werner Kube Passion ich rauche und schmauche verdampfe und paffe was ich so schaffe und ich verbrenne nicht nur, was ich kenne ich quarze alle Harze und räucher Cocasträucher entzünde die Rinde meiner Zimmerlinde bei mir glimmt eine Stange Zimt und ich qualme Schachtelhalme hinter meiner Stirn verdunstet das Gehirn meine Zunge ist versehrt meine Lunge frisch geteert schick dem linken Fuß einen Abschiedsgruß muss das linke Bein denn für ewig sein doch solang ich hauche auf dem Bauche krauche rauch ich, schmauch […]

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Pausenpoesie zum Neustarten 71
lasst uns über gesichtsbehaarung sprechen

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Ulrike Draesner lasst uns über gesichtsbehaarung sprechen nun wo ich alt werde sehe ich haare in meinem gesicht nicht nur deutlicher sondern auch weiß – gescheckt wäre mein bart schwarz weiß grau – so eine wäre ich als mann. wir reden nicht darüber einzig eine schweizerin erzählte einst wie sie jede woche – sich einen streifen wachs auf die oberlippe klebt und reißt das schwarze zeug. ihrer tochter brachte sie es bei. mein altes männliches gesicht jetzt da ich knapp fünfzig bin beginnt […]

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Pausenpoesie zum Neustarten 70
zeitmanagement-haiku

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Fitzgerald Kusz zeitmanagement-haiku manchmall schaui aa blouß ä wolgn zou bis hindä emm baam väschwind   © Fitzgerald Kusz, geboren 1944 in Nürnberg, lebt dort. www.Kusz.de   Die Pausenpoesie im Archiv

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Pausenpoesie zum Neustarten 69
Tugend

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Markus Bundi Tugend Die Kuh hat es nicht eilig, mitten auf der Wiese senkt sie den Kopf in eine Badewanne, trinkt oder auch nicht. Dann hebt sie den Kopf, und die Kuh steht auf der Wiese, wie sie zuvor dagestanden hat. Seelenruhig frißt sie, das Gras läuft ihr nicht weg, wie auch sie nicht weglaufen wird: Dafür ist die Kuh da. Manchmal hebt sie den Schwanz, scheißt auf die Wiese – und dann geht sie einige Schritte aus Scham. Die Kuh aber ist […]

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