Melanie am Letzten – Folge 11: Die gute alte Zeit

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Da steht er nun. Ein Bild von einem Mann, im Bayerischen auch als »Mannsbild« bezeichnet. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er sich wieder einen »Kini« (hochdeutsch König) für sein Land (damit ist natürlich Bayern und nicht Deutschland […]

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Erinnerung: Ani & Leitner – Lyrik und Film im Biergarten

fsff - fünf seen film festival

Am morgigen Freitag lesen Friedrich Ani und Anton G. Leitner im Rahmen des 9. Fünf Seen Filmfestivals Texte über die Grenzen der Wahrnehmung, anschließend wird der Film WIE LICHT SCHMECKT (nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Friedrich Ani) gezeigt. Ort: Gasthof Schuster, Biergarten mit Festzelt (Am Drössel 5, 82234 Hochstadt; bei jedem Wetter) Termin: Freitag, 31.07.2015, Beginn 20.30 Uhr Eintritt: € 12,- Kartenreservierungen unter www.fsff.de Programm zum Herunterladen (PDF) Die Reihe »Lyrik und Film« ist eine Kooperation des Fünf-Seen-Filmfestivals / Breitwand Kinos mit der Zeitschrift DAS GEDICHT. Mit freundlicher Unterstützung des Landratsamts Starnberg. Mehr Infos zur Veranstaltung

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Lampedusa

von Jürgen Bulla Mehrere Tausend, man kann sie schlecht zählen, naufragio, verstehen Sie, Syrien, der Bürgerkrieg, Schwarzafrika, Hunger, Dürre und Terrormilizen, Schlepperdienste, die aus Eritrea, scheint mir, sind ein wenig heller, gut konserviert die krustigen Rücken, das Meer ist hier tüchtig versalzen, das kommt von den Tränen, den Tränen der Trauernden, sehen ja, schwimmen alle oben und lassen das Gesicht im Wasser, zu groß die Ent- täuschung, das Schlimmste war diese verzweifelte Hoffnung, weiter fällt auf, wie dicht die Rücken aneinander treiben, als wüchsen sie zusammen zu der terraferma, nach der sie ja suchten, ich weiß nicht, wie trittfest dieser […]

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Wenn Liebe schwant II, Folge 5: »Heimliche Leidenschaft«

»Wenn Liebe schwant II« ist eine Online-Anthologie komischer Liebesgedichte in 20 Folgen, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Horst Decker Heimliche Leidenschaft Mir schwant, dass sie mich heimlich liebt, sie ruft mich ständig an, obwohl es nichts zu klären gibt, wobei ich helfen kann. Sie nennt mich »süßer Schweinehund«, verspricht mich zu enthüllen, dahinter steckt ganz klar der Grund, die Lust auf mich zu stillen. Sie säuselt sanft »mein lieber Schwan« und spricht von großer Lust, und ginge es nach ihrem Plan, nähm’ sie mich stark zur Brust. Für ihr Verlangen lieb’ ich sie, doch stört da was das Glück, das […]

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Das Zittern der poetischen Kompassnadel: Marcus Neuerts neuer Gedichtband »Irrfahrtenbuch«

Marcus Neuert – Irrfahrtenbuch

rezensiert von Hellmuth Opitz Der 1963 in Frankfurt am Main geborene, in Offenbach und Stuttgart aufgewachsene und seit 2010 in der ostwestfälischen Stadt Minden lebende Lyriker und Prosaautor Marcus Neuert schreibt sich seit nunmehr 15 Jahren so allmählich wie beharrlich in die öffentliche Wahrnehmung zeitgenössischer Gegenwartsdichter ein. Das zeigen Veröffentlichungen im »Jahrbuch der Lyrik« und Auszeichnungen wie der postpoetry-Preis des Landes NRW 2014. Wer nun einen Band mit dem Titel »Irrfahrtenbuch« vorlegt, ist sich bewusst, dass die Assoziation zu Homers Epos »Odyssee« geradezu auf der Hand liegt. Subtile Anspielung ist da also nicht, wenngleich der Titel weit über den griechischen […]

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