Melanie am Letzten – Folge 13: Der Anstand

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Stellen wir uns vor, ein Herr mittleren Alters bestellt sich in einem Gasthof einen Liter Bier, kippt sich selbigen beschwingt hinter die Binde und fängt dann an, lautstark »Heit is so a scheener Tag« zu singen. Die Gäste um […]

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Verse für den Gaumenkitzel – Folge 7: »Die Liebe geht durch«

Verse für den Gaumenkitzel

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 23, zusammengestellt und ediert von Kerstin Hensel und Anton G. Leitner   Babette Dieterich Die Liebe geht durch Will mich in dein Herz kochen auch wenn’s der Magen ist Hauptsache: Die Liebe geht durch und bleibt Die Liebe geht durch und durch und durch mit mir dem Jung Gemüse Frisch Fleisch Bei Lagen selbst der Nach Tisch will ein Vor Spiel Mach mich heiß lechzt der Spargel Stopf mich stöhnt das Cordon bleu Schieb mich dazwischen seufzt der Schinken Mach mich an sagt der Salat Entblättere mich haucht der Lauch Gib’s mir plärrt die […]

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»Versflug. Ausgewählte Gedichte 1974 bis 2015« von Axel Kutsch

Axel Kutsch: Versflug. Ausgewählte Gedichte 1974 bis 2015

rezensiert von David Westphal Ikarus, Sohn des Daedalus, Gefangener im Labyrinth des Minotaurus auf Kreta, flog einst, um zu entfliehen, mit selbst gebauten Flügeln, voller Übermut zu nah an die Sonne, stürzte ab und starb im Meer. Dieser griechische Mythos ist bekannt – doch was hat er mit Axel Kutschs Versflug zu tun? So alt wie der Mythos ist Axel Kutsch gewiss nicht und doch darf man getrost von einem Urgestein der zeitgenössischen Lyrik sprechen: Kutsch hat mittlerweile zwölf eigenständige Lyrikbände vollendet, sich als Herausgeber von Anthologien verdient gemacht und zu vielen Zeitschriften und Gedichtsammlungen beigetragen. Da ist es durchaus […]

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Verse für den Gaumenkitzel – Folge 6: »Du Kartoffel«

Verse für den Gaumenkitzel

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 23, zusammengestellt und ediert von Kerstin Hensel und Anton G. Leitner   Peter Kapp Du Kartoffel komm zu mir, Nachtschatten- gewächs, Siglinde, gekocht oder roh, du Salat, du kokette Krokette. Sei geschnitten, gesalzen, fett frittiert und gebraten: du Puffer, du Pommes, du Brei! Was sich liebt, du Stärke, das frisst sich, Siglinde. Liebe geht immer direkt durch den Magen, du Erdapfel, du.   © Peter Kapp, geboren 1968 in Freiburg, lebt in Frankfurt am Main. »Verse für den Gaumenkitzel« im Archiv

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Gedichte mit Tradition, Folge 7: »Der gute Arbeitsplatz«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Josef Hader Der gute Arbeitsplatz Ich hatt’ eine Arbeitsstelle, Eine bess’re findst du nicht. Dann kam die große Pleite, Mein Chef suchte das Weite Und ihn sucht das Gericht. Mutlos bin ich Arbeitsloser, Wer hätt’ sich das je gedacht? Ich kann es noch nicht glauben: Die Existenz zu rauben, Ganz plötzlich, über Nacht … Willst Du die Hand mir reichen? Es ist mir schon sooo fad. Kannst Du mir Arbeit geben? Fürs Sozialfallleben, Da bin ich mir zu schad!   © Josef […]

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