Melanie am Letzten – Folge 23: Das Wetter

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Wenn einem gar nichts mehr einfällt, dann redet man über das Wetter. Nein, man schimpft über das Wetter, man jammert, man nörgelt. Immer ist es zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken, zu schwül, zu windig, zu ungemütlich, […]

Weiterlesen
ANZEIGEN
       

Heute Abend: Lust- & Liebespoesie – Lyrik im Biergarten
Ein Open-Air-Erlebnis im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals 2016

fsff - fünf seen film festival

Es lesen die Münchner Turmschreiber Anton G. Leitner (Weßling) und Wolfgang Oppler (Ebersberg) sowie Jürgen Bulla (München) und Gabriele Trinckler (München-Pasing). Die Autoren tragen in Duos ihre Gedichte zu Lust und Liebe vor, von romantisch-zart bis hintersinnig-hart. Jürgen Bulla veröffentlicht seit 1995 Gedichte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. 2015 ist sein aktueller Gedichtband »Ich sehe noch Tellaro. Landschaften mit und ohne Cara« erschienen. Bulla ist Veranstalter der Schwabinger Lesereihe »Lyrik im Caveau«. Anton G. Leitner hat bislang elf Gedichtbände veröffentlicht, im Sommer 2016 ist sein bairisches Verskabarett »Schnablgwax« erschienen. Seit 1993 ist er Herausgeber der Zeitschrift DAS GEDICHT. Er wurde […]

Weiterlesen

Gedichte mit Tradition, Folge 50: »In der Nacht«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Christian Engelken In der Nacht Dächt’ ich an Deutschland in der Nacht, ich dächt’ an Heinrich Heine. Nur denk’ ich nachts an Deutschland nicht im süßen Mondenscheine. Ich denke nachts an anderes, ihr wisst schon, was ich meine – doch meistens schlaf’ ich nachts ganz brav und habe feuchte Träume.   © Christian Engelken, Hannover     »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie« ist eine Online-Sammlung zeitgenössischer Poeme, die zentral […]

Weiterlesen

Lustful Things – Geile Sachen!, Folge 41: Ulrich Johannes Beil, »The table’s gone«

Lustful Things

German Poetry Now: A bilingual online-anthology, featured by DAS GEDICHT chapbook   Ulrich Johannes Beil The table’s gone No sooner than the shipping company carries off the cargo, the room starts sensing everything you do. It breathes – listens intently with its walls to the slightest creaking from the hardwood floor. The remaining things are watching you: the sunglasses, dignified, an Aztec insect, the wallet with its sly Mephistophelian smirk. (Did you clear the drainage of the hairy glob? Did you free the bathtub, spick and span, from the ghosts of daddy longlegs?) You may go over here and over […]

Weiterlesen

Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich, Folge 66: »Sankdnimmerleinsdooch«

Die Lyriker-Mannschaft von DAS GEDICHT blog mit Kapitän Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-EM unterm Eiffelturm   Matthias Kröner Sankdnimmerleinsdooch (odder: Zwaa Wochn nooch dä EM) Zwaa hobb i draff oogschbrochn, worums immer nu ihr Daidschlandfohner am Audo droo hamm. Dä Erschde hodd mi ganz ferdich oogschaud: »Iich hobb fümbf Kinder, doo kummsd zu nix.« Dä Zwaade hodd mi oogschaud, als wär i ä Kaggerlaakn. »Des gäihd Diich änn Scheißdreeg oo, wos iich mied meim Audo ooschdell! Sulangs ned verboodn is, louh iich di Fohner hänger bis zum Sankdnimmerleinsdooch odder noodfalls – bis widder Anschdoß is.«   © Matthias Kröner, Lübeck […]

Weiterlesen
ANZEIGEN
       
1 2 3 10