Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich, Folge 47: »Wer bitteschön verschläft ein Elfmeterschießen?«

Die Lyriker-Mannschaft von DAS GEDICHT blog mit Kapitän Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-EM unterm Eiffelturm   Matthias Kröner Wer bitteschön verschläft ein Elfmeterschießen? Ein EM-Ticker Anpfiff zur ersten Halbzeit 4.45 Uhr: Erstes Kind wach, erstes Kind wach, erstes Kind wach, erstes Kind wach 4.45 bis 6 Uhr: Trikots anziehen, Wutanfälle klären, Frühstück vorbereiten, Trikots umziehen wegen umgeworfener Tasse, Wutanfälle klären, zweiten Espresso verwandeln 6 Uhr: Zweites Kind wach, zweites Kind wach, zweites Kind wach, zweites Kind wach 6 Uhr bis 8 Uhr: Kindergartenrucksäcke taktisch klug vorlegen, Klamottendiskussionen, Frühstück über die Flügel einnehmen, Rudelbildung zwischen den beiden Kindern, mit dem Mannschaftsbus […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 46: »Des Großvaters Nasen-Song«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Matthias Kröner Des Großvaters Nasen-Song Mein Opa hat Nasenhaare, die aus den dunklen Nüstern stehen. Sie blähen und bauschen und brausen lieblich – wenn die Abendwinde wehen. Mein Opa hat Nasenhaare, die nachts einen weißen Mond anflehen. Die starren Gebilde werden geschmeidig – wenn die Abendwinde wehen. Mein Opa hat Nasenhaare, die, seit er vierzehn ist, mit ihm gehen. Sie besinnen sich tagtäglich ewiger Treue – wenn die Abendwinde wehen. Mein Opa hat Nasenhaare, die ihren Wirt und sonst niemand verstehen. Sie […]

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Dichterbriefe – Folge 10: Von Anfang bis Zwiekraft – Christophe Fricker schreibt Thomas Böhme

Dichterbriefe

Christophe Fricker schreibt jeweils am 1. des Monats einem Dichterfreund, dessen Buch er gerade gelesen hat. Die Texte sind eine Mischung aus Offenem Brief zu Lyrik und Gesellschaft, bewusst parteiischer Rezension und vertrautem Austausch. Und damit hoffentlich auch weniger langweilig als Rezensionen, die ihre eigene Voreingenommenheit vertuschen.   Lieber Thomas, ein Geständnis vorweg: Du wirst für mich, egal wie viele wunderbare Bücher Du noch veröffentlichen wirst, immer der Autor von »In den Anfängen des Gedichts« bleiben, jener hymnischen Feier der Ursprünge, aus denen Gedichte möglich sind und wirklich werden. Als meine Redaktionskollegen bei der inzwischen längst eingestellten Zeitschrift Castrum Peregrini […]

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