Melanie am Letzten – Folge 30: Die Reformation

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Was hat er gleich nochmal erfunden, dieser Martin Luther? Die Pinnwand war es, so munkelt man. Damals in Wittenberg. Aber ihn deshalb ein ganzes Jahr zu feiern? 2017 ist Reformationsjahr. Würde man die Pinnwand feiern, hieße es wohl Pinnjahr […]

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Versheimat – Folge 32: »Wiege«

DAS GEDICHT 24

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 24, zusammengestellt und ediert von Fitzgerald Kusz und Anton G. Leitner   Andreas Peters Wiege Mir wurde nicht in die wiege gelegt die heimat, eher die verbannung in den ural. kein gedicht von heine, sondern das von mandelstamm. keine »prawda« wurde mir vorgelesen, sondern ein blatt aus der bibel vom samisdat. keine schuh- rede gehalten von nikita chrutschow, nur die berg- predigt vom »Pik Lenina«. man hat mir den mund nicht stopfen können mit wodka noch selbst- gebrannten samogon, sondern mit kuss, einem kuss, dann stutenmilch als aperitif. ein gedicht fuhr mir über die […]

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Humor in der Lyrik – Folge 28: Werner Finck (1902-1978): »An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor!«

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen. Man nannte ihn »Meister des Wortwörtlichnehmens«, auch den »Mann der halben Sätze«, da er vieles nicht zu Ende sprach, sondern vom Publikum zu Ende denken ließ. Dabei verstand er selbst Todernstes mit […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 80: »Quod erat demonstrandum«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Michael Hüttenberger Quod erat demonstrandum Ein Rehlein trägt ein Schild am Stock. Der Förster siehts, erstillt vor Schock, denn neben ihm die Schildwutz protestet auch für Wildschutz. Im Schilderwald das Wild erschallt. Es schallt im Wald vom Wild, das schilt. Das Wild des Walds, es schilt, drum schallts. Was führt das Wild im Wald im Schild? Ein wilder Wald mit Wild, das chillt trotz allem Schildertrutz und Weh, wär gut für Förster, Wutz und Reh.   © Michael Hüttenberger, Darmstadt / Stedesdorf […]

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Versheimat – Folge 31: »praha«

DAS GEDICHT 24

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 24, zusammengestellt und ediert von Fitzgerald Kusz und Anton G. Leitner   Holger Küls praha die brücke steht wie immer fleckiger sandstein behütet von heiligen kastanienhafter blick darüber das blau blendend die stadt so nah auf der bank ein fast vertrautes paar sie seufzt als sie mit geübten griff ihre haare löst während die moldau breit und lächelnd nordwärts fließt und sich der tag nach hinten biegt   © Holger Küls, lebt in Verden. »Versheimat« im Archiv Noch mehr Heimatgedichte finden Sie in der buchstarken Jahresschrift »DAS GEDICHT 24: Der Heimat auf den Versen«, […]

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