Humor in der Lyrik – Folge 29: Ludwig Thoma (1867 – 1921): Bayerische Ikone mit schwarzem Fleck

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen. Die Kindheit des 1867 in Oberammergau geborenen Försterbuben war vom frühen Tod des Vaters überschattet. Die Mutter musste ihn und seine sechs Geschwister alleine großziehen. Nach der Schule studierte Thoma erst Forstwissenschaften, […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 84: »Komm Frühling üben«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jochen Stüsser-Simpson Komm Frühling üben Komm mit in den alten Park, komm Frühling üben, da drängt und treibt es stark in Wellen und Schüben! Komm in den Park und schau: Knospen und Triebe, gelb blüht es schon, blau – Stängelgeschiebe. Grün wird bald ganz dick auf alles gestreut. Wie jedes Jahr: ein neuer Chic, der was da fleucht erfreut! Käfer und Schmetterling fliegen längst; und in der Erde, da knurrt der Engerling, dass richtig Frühling werde. Komm mit in den alten Park […]

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Versheimat – Folge 39: »heim a. d.«

DAS GEDICHT 24

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 24, zusammengestellt und ediert von Fitzgerald Kusz und Anton G. Leitner   Martin Ebner heim a. d. der feuchte morgenkuss, das ofenklappern, der geruch von kohlenwärme, eine rauhe wangenhand, der weiße kissenduft und das zerliebte tier mit dem gestopften pelz, der jäger- zaun, der drohblickfinger und der kirschbaum mit den ästen voller roter schrammenknie, der duft von broten, mist und feierabendrauch, die breitgelatschten handgeflickten namen und ein faltensorgenmund voll gutenachtgeschichten.   © Martin Ebner, geboren 1962, lebt in Aachen. »Versheimat« im Archiv Noch mehr Heimatgedichte finden Sie in der buchstarken Jahresschrift »DAS GEDICHT 24: […]

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Versheimat – Folge 38: »Als ich meinen Dialekt verlor«

DAS GEDICHT 24

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 24, zusammengestellt und ediert von Fitzgerald Kusz und Anton G. Leitner   Harald Dern Als ich meinen Dialekt verlor Das war noch ein Datt zuhause dahämm, eine Kirche von einer Kirsche nicht zu unterscheiden, ob man es hinkrächte war Konjunktiv genug. Die Vokale in die Länge gedehnt dazu das Kinn nach vorne sich schob, der Blick auch starr bei Auslauten, die knackten als träfe im Wald man auf altes Geäst. Heute spricht man dezidiert trägt Gelehrtes vor, überzeugt mit Wortzwingen, dauergekühlt, der Einsatz von Hitze dosiert und in das Brandungsgrollen perfekter Verlaufsformen eingepasst, dazu […]

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Der Poesie-Talk – Folge 1: José F. A. Oliver

Es muss nicht immer nur Schreiben sein – über manches lässt sich einfach am besten sprechen. Deshalb lassen wir im Monat Autorinnen und Autoren aus DAS GEDICHT zu Wort kommen. Timo Brandt unterhält sich mit ihnen über Gedicht und Welt, Profanes und Arkanes.   José F.A. Oliver geb. 1961 in Hausach / Schwarzwald. Andalusischer Herkunft. Ausgezeichnet u.a. mit dem Basler Lyrikpreis (2015). Jüngste Publikation: „21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe und 10 Fotow:orte. Matthes & Seitz, Berlin 2016. Oliver ist Kurator des von ihm initiierten Literaturfestivals Hausacher LeseLenz (www.leselenz.com). Näheres: www.oliverjose.com 1. Zusammen mit Anton G. Leitner betreust du die […]

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