Heim(at)leuchten

rezensiert von Hellmuth Opitz Poesie und Heimat, das ist längst kein Begriffspaar mehr, bei dem sich sensibleren Gemütern die Nackenhaare sträuben und sofort der tümelnde Reflex volksliedhafter Sentimentalitäten vom Schlage »Und ewig rauschen die Wälder« einsetzt. Wenn sich die Gegenwartslyrik heute verstärkt dem Thema Heimat zuwendet, ist das vor allem poetische Selbstvergewisserung, das Abstecken einer Identität, die sich in einer rasant wandelnden Welt, in Zeiten von Globalisierung und Kapitalismus, ein Reservat des Vertrauten bewahren will. Dabei muss das gar nicht immer die Heimat als Sehnsuchtsort sein, es geht nicht um sentimentale Rückblicke, schließlich sind PoetInnen nicht automatisch gleichzusetzen mit Heimatvertriebenen, […]

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