Dichterbriefe – Folge 24: Wie übersetzt man ein bewegendes Gedicht über das Meer? – Christophe Fricker schreibt Klaus Anders

Dichterbriefe

Christophe Fricker schreibt jeweils am 1. des Monats einem Dichterfreund, dessen Buch er gerade gelesen hat. Die Texte sind eine Mischung aus Offenem Brief zu Lyrik und Gesellschaft, bewusst parteiischer Rezension und vertrautem Austausch. Und damit hoffentlich auch weniger langweilig als Rezensionen, die ihre eigene Voreingenommenheit vertuschen.   Lieber Klaus, schreib ein Gedicht über das Meer, schreib ein Gedicht über die Sonne, schreib ein Gedicht über die Sterne – das klingt wie Aufgaben aus dem Schreibseminar. Einfache Themen, mit denen jeder etwas anfangen kann. Denn jeder hat das Meer, die Sonne, die Sterne schon einmal gesehen, jeder hat schon einmal […]

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Wiedergelesen – Folge 36: René Schickele, der »zweisprachige Grenzvogel«

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Von den vielen erzählenden Büchern, die René Schickele, der Autor aus dem Elsass, geschrieben hat, ist keines im literarischen Gedächtnis geblieben. Ähnlich erging es seinen Gedichten bis auf ein, zwei Ausnahmen. In der »Menschheitsdämmerung«, der ersten, großen […]

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Dichterbriefe – Folge 23: Hoffnung des Rezensenten – Christophe Fricker wendet sich an seine Leser

Dichterbriefe

Christophe Fricker schreibt jeweils am 1. des Monats einem Dichterfreund, dessen Buch er gerade gelesen hat. Die Texte sind eine Mischung aus Offenem Brief zu Lyrik und Gesellschaft, bewusst parteiischer Rezension und vertrautem Austausch. Und damit hoffentlich auch weniger langweilig als Rezensionen, die ihre eigene Voreingenommenheit vertuschen.   Liebe Leserinnen und Leser, wir leben in unruhigen Zeiten – das ist ein Gemeinplatz. In Zeiten der Krise, in der wir um Gemeinschaft ringen. Zusammen mit fünfzehn Freunden und Kollegen habe ich, anhand von Stefan Georges Gedichtband Der Stern des Bundes, Möglichkeiten der Gemeinschaftsbildung in Krisenzeiten untersucht. Es gibt natürlich viele Wege. […]

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Wiedergelesen – Folge 35: Ernst Günther Bleisch – Ein »Luftgeborener«, der die Kunst des Intimen und Genauen beherrschte

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Zum 70sten Geburtstag von Ernst Günther Bleisch am 14. Januar 1984 hatte Heinz Piontek im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung einen Artikel veröffentlicht, der schon im Titel den großen Respekt vor der literarischen Leistung des wesentlich älteren […]

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»Im Zimmer meines Vaters« von Friedrich Ani

Friedrich Ani Im Zimmer meines Vaters

rezensiert von Nicola Bardola Der bekannte Schriftsteller Friedrich Ani hat als jugendlicher, später dann zu Beginn seiner Laufbahn und auch danach immer wieder Gedichte veröffentlicht. Der siebenfache Deutsche Krimipreisträger sagt: »Ich habe begonnen mit Gedichten als ich elf Jahre alt war und ich habe nie damit aufgehört.« Ani bedauert, dass man auch »hauptberufliche Lyriker« kaum kennt und wundert sich nicht über die Überraschung seiner Leser, wenn sie feststellen, dass es da nicht nur die Ermittler Süden, Polonius Fischer, Jonas Vogel oder Jakob Franck gibt. Themen der Einsamkeit, der Schwermut und des Schweigens herrschen vor: »Am Anfang ist Stille«, erklärt Ani […]

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