Fitzgerald Kusz: MUGGN. Gedichte.

ars vivendi verlag (www.arsvivendi.com), Cadolzburg 2007. 94 Seiten, € 12,90 Anton G. Leitner – New Orleans liegt am Mississippi und durch Nürnberg fließt die Pegnitz. Aus New Orleans kommt der Blues und aus Nürnberg Fitzgerald Kusz. Und ihm fließt Blues aus der Schreibhand. MUGGN heißt sein elfter Gedichtband. Kusz hat schon so manche Mücke aber auch ausgewachsene Elefanten mit seiner lyrischen Klappe erschlagen. Er schaut dem Volk aufs Maul, ohne ihm nach dem Mund zu dichten. Ein Aufmucker wie er weiß genau, dass letztendlich der Ober den Unter sticht. Selbst ein »underdog« sucht sich jemand, den er abrichten kann (»jeds […]

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Margarete Heiß: IN DEN RÜCKEN SCHREIBEN. Gedichte.

edition lichtung, lichtung verlag (www.lichtung-verlag.de), Viechtach 2008. 79 Seiten, € 9,90 Anton G. Leitner – Das 21. Jahrhundert könnte als jene traurige Epoche in die Geschichtsbücher eingehen, in der sich alle Menschen dem Wirtschaftlichkeitsprinzip unterwerfen mussten. Wir sind Zeitzeugen, wie »Marons und Kleists Paradies« im Ramsch, d. h. »Altpapier«, landen, weil sie sich nicht im knapp kalkulierten Zeitraum verkaufen und als ›Ladenhüter‹ zu viel kostbare Regalfläche blockieren. Gottlob gibt es noch einzelne gallische Dörfer bzw. Buchhandlungen, deren Bewohner / Inhaber sich ideenreich und tapfer gegen gleichmacherische Konzentration und feindliche Übernahmen wehren. Zu dem Fähnlein der Aufrechten gehört auch die 1953 […]

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Jürgen Dziuk: WAS BLEIBT IST FERNE. Gedichte.

Herausgegeben von Axel Sanjosé und Richard Dove. Landpresse, Verlag Ralf Liebe (www.verlag-ralf-liebe.de). Weilerswist 2007. 144 Seiten, € 10,- Anton G. Leitner – »Ein Tisch, ein Stuhl, ein Leben // was davon wird verweilen, kurz / als gehöre es uns?«, fragte sich Jürgen Dziuk in einem Gedicht. Fast scheint es, als hätte schon beim Verfassen solcher Verse eine Todesahnung mitgeschwungen. Dziuk konnte das Erscheinen seiner Lyriksammlung WAS BLEIBT IST FERNE nicht mehr erleben. Er erlag im September 2004 in Kuala Lumpur mit 44 Jahren einer schweren chronischen Krankheit. Jürgen Dziuk hat rund 180 Gedichte hinterlassen, von denen etwa zwanzig zu Lebzeiten […]

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Bas Böttcher: DIES IST KEIN KONZERT.

Verlag Voland & Quist (www.voland-quist.de), Dresden 2006. Audio-CD mit 28 Seiten Textbuch, geb., € 13,90 Anton G. Leitner – »Ich hab ein Buch rausgebracht und find mich jetzt noch intellektuellerer / als der von mir hochgeschätzte Kollege Walter Höllerer«, reimt Bas(tian) Böttcher, der einst angetreten war, die Bühnen hiesiger Poetry Slams zu erobern. Im anzitierten Gedicht »Der stolze Literat« sollen junge Lyrikerkollegen als eitle Taktiker geoutet werden. Aber Böttcher ist ein Lamm im Wolfspelz. Denn bereits auf der gegenüberliegenden Seite praktiziert er eine literaturbetriebsübliche Unterwerfungsgeste: Er dankt dort devot u. a. dem Literarischen Colloquium Berlin, das einst Walter Höllerer gegründet […]

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