»Pergamon Poems« von Gerhard Falkner

rezensiert von Paul-Henri Campbell Gerhard Falkner »Pergamon Poems« »Die Hand ist ergänzt«. Gerhard Falkner lässt mit dieser schlichten restaurierungsgeschichtlichen Feststellung ein Poem einsetzen, das nichts weniger verhandelt als die Differenz zwischen Totalität und Fragment im kosmischen Sinne. Die »Pergamon Poems« (kookbooks, 2012) sind entstanden in Kooperation mit Videokünstlern (Constantin Lieb und Felix von Boehm), der Antikensammlung der staatlichen Museen Berlin und Mitgliedern des Ensembles der Schaubühne Berlin. Damit ist noch nicht viel über das mehrteilige Poem gesagt, das auf eines der faszinierendsten Monumente der antiken Staatsreligionen rekurriert, den Pergamonaltar. Der Gedichtband liegt in der englischen Übersetzung von Mark Anderson zweisprachig […]

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»Die Uhr hat die Zeit vergessen | L’orologio dimentico del tempo« von Nina Russo Karcher

rezensiert von Paul-Henri Campbell Nina Russo Karcher »Die Uhr hat die Zeit vergessen | L’orologio dimentico del tempo« Nina Russo Karcher ist eine gebürtige Sizilianerin. Ihr Gedichtband »Die Uhr hat die Zeit vergessen« liegt als Paralleltextausgabe vor und der Übersetzer Fausto Romanato hat dazu das italienische Pendant beigesteuert, »L’orologio dimentico del tempo«. Die Dichterin entwickelt ein Thema, das im Grunde Weisheit erfordert – nämlich das Altern. So hat sie ein Buch geschrieben für Menschen, die täglich mit alten Menschen zu tun haben, sie in Altenheimen besuchen, dort mit ihnen umgehen oder arbeiten; darüber hinaus ist es eine Anklageschrift für die […]

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»WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« von Ulrich Luckhardt (Hrsg.)

rezensiert von Paul-Henri Campbell Ulrich Luckhardt (Hrsg.) »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« Der Hatje Cantz Verlag bestätigt seine unangefochtene Kompetenz bei komplexen Publikationsprojekten aufs Neue. In dem Band »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller«, der als Katalog zu zwei Ausstellungen im Rahmen der Internationalen Tage Ingelheim und in den Lübecker Museen entstand, präsentiert der Verlag unter Herausgeberschaft von Ulrich Luckhardt einige anregende Stichproben von »künstlerischen Doppelbegabungen«. Luckhardt stellt das Ausstellungskonzept in einen weiten kulturwissenschaftlichen Horizont. Fokussierte Künstlerbiographien zu Johann Wolfgang von Goethe, Justinus Kerner, Victor Hugo, George Sand, Hans Christian Andersen, Wilhelm Busch, Paul Scheerbart, […]

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»Nad Střechami Světlo | Über den Dächern das Licht« von Klára Hůrková (Hrsg.)

rezensiert von Paul-Henri Campbell Klára Hůrková (Hrsg.) »Nad Střechami Světlo | Über den Dächern das Licht« Ach, freut man sich denn nicht in Europa, wenn einmal nicht abgehört, sondern zugehört wird; wenn strategische Eingriffe in die Sprache keine einseitigen Gesten der Überzeugung und des Überredens darstellen, sondern Dialoge, die sich in der unfassbaren Konkretheit der Poesie vollziehen? Die in Prag geborene Dichterin Klára Hůrková lebt in Aachen. Solche Biographien sind immer Glücksfälle. Sie übersetzt aus dem Tschechischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Tschechische. Bereits 2007 stellte sie eine Anthologie tschechisch-deutscher Texte zusammen: »Sbírka klíčů | Schlüsselsammlung«. Sieben Jahre […]

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»Bitterleichte Lyrik« von Volker Maaßen

rezensiert von Paul-Henri Campbell Volker Maaßen »Bitterleichte Lyrik« Volker Maaßen ist ein praktizierender Arzt, der auch Gedichte verfasst. Als dichtender Mediziner steht er damit in einer langen Tradition, die bereits einige berühmte Lyriker hervorgebracht hat. Doch dieser medizinische Dichter scheint ein Doctor mellifluus zu sein. Man liest die Texte, die er in einem Band mit dem Titel »Bitterleichte Lyrik« versammelt hat, auch mit nicht wenig Vergnügen: »Ihr Herz war stark / doch was am Morgen / als ich ging, zerbrach / am Ende eines Weines / war meines«, lautet die Schlussstrophe des Gedichts Ihr Herz so zart. Welcher Welt entspringen […]

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