Wiedergelesen – Folge 27: Die lyrische Welt von Gertrud Kolmar oder die Einsamkeit als Thema

Dr. Erich Jooß. Foto: Volker Derlath

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Bei Gertrud Kolmar fällt – wie bei keiner anderen deutschen Dichterin – die große Diskrepanz auf zwischen der literarischen Geltung vor allem ihres lyrischen Werkes und der mangelhaften Resonanz auf dieses Werk in der Öffentlichkeit. Obwohl Gertrud […]

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Dichterbriefe – Folge 14: Golden Goal und die lange Buße der europäischen Dichtung – Christophe Fricker schreibt Ian Watson

Dichterbriefe

Christophe Fricker schreibt jeweils am 1. des Monats einem Dichterfreund, dessen Buch er gerade gelesen hat. Die Texte sind eine Mischung aus Offenem Brief zu Lyrik und Gesellschaft, bewusst parteiischer Rezension und vertrautem Austausch. Und damit hoffentlich auch weniger langweilig als Rezensionen, die ihre eigene Voreingenommenheit vertuschen.   Lieber Ian, Du wirst Dich wahrscheinlich nicht geschmeichelt fühlen, wenn ich Dir erzähle, welches Bild mir zuerst einfällt, wenn ich an Dich denke. Eigentlich ist es kein Bild, sondern eine kleine Melodie. Du singst sie bei Lesungen manchmal, denn das Lied, aus dem sie stammt, wird in Deinem Gedicht über das Pokalfinale […]

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Poesie. Meditationen – Folge 16: Über das Mögliche, den Geschmack, den Horizont und das Versagen der Worte

Timo Brandt

In den »Poesie. Meditationen« treffen Sie Timo Brandt: Der junge Lyriker und Lyrik-Kritiker (Jahrgang 1992) lässt Sie teilhaben an seinem ganz persönlichen Zugang zur Lyrik: Bei der Lektüre von Gedichten fließen Eindrücke zum Tagesgeschehen und poetische Impressionen zusammen. Der Leser begibt sich in einen beinahe meditativen Zustand, ganz im Hier und Jetzt und achtsam gegenüber den Phänomenen im gegenwärtigen Augenblick. Der Verknüpfung von Gedicht und Gedankenfluss geht Brandts Kolumne nach.   Mittlerweile schreibe ich schon eine ganze Weile über Lyrik und wenn man das eine Weile getan hat, gelangt man irgendwann zu der Ahnung – die später vielleicht mal zu […]

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Poesie mit aufgekrempelten Ärmeln: »Haus und Hof, Sachen, Leute« – der neue Gedichtband von Anna Breitenbach

Anna Breitenbach: Haus und Hof, Sachen, Leute

rezensiert von Hellmuth Opitz Wenn ein gewisses Konvolut von Gedichten erst einmal verfasst ist und hoffnungsfroh auf einen möglichen Band zusteuert, macht sich der Poet bzw. die Poetin erste Gedanken bezüglich eines möglichen Titels. Dann stellt er bzw. sie erstaunt fest, wie formal und thematisch divergierend die Gedichte eigentlich sind. Wie bekommt man sie bloß unter das aus zwei Buchdeckeln geformte Dach des Bandes und was schreibt man außen drauf? Der Titel sollte möglicht poetisch sein, aber auch sprechend im Hinblick auf den Inhalt. Spätestens dann beginnt die Phase des Komponierens. In welche Kapitel lassen sich die auseinanderstrebenden Poeme fassen? […]

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Wiedergelesen – Folge 26: »Autoren sehen einen Autor« und »Unaufhaltbar« – Nicht nur von Walter Helmut Fritz

Dr. Erich Jooß. Foto: Volker Derlath

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Walter Helmut Fritz – wer diesen Allerweltsnamen trägt, erst recht wenn er als Schriftsteller tätig ist, gerät leicht in Versuchung, sich ein Pseudonym zuzulegen. Für Walter Helmut Fritz dürfte sich diese Frage nie wirklich gestellt haben. Der […]

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