G.

von Markus Bundi Anfangs, ich weiß nicht mehr, wann das war, ich meine, als ich Anton G. Leitner kennen lernte, da dachte ich Georg oder Gregor … Götz vielleicht? Dann aber, vor fast fünf Jahren war das, anlässlich einer Jubiläumsfeier im Januar 2008 in München, scheute sich ein gewisser MP nicht, die Sache auf den G-Punkt zu bringen. Frauen, naja, schwierig, das wusste ich schon, und überhaupt ging’s um erotische Gedichte. Die Sache schien geklärt, bis mich Anton anrief und vorschlug, die Nummer 16 von DAS GEDICHT gemeinsam anzugehen, »rezeptfreie Gedichte« sollten es werden, sprich Gesundheit. Das G stand womöglich für […]

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Non-empirische Bedeutungsforschung

Marke, Warenzeichen oder »absolut geile Lyrik«*? Was bedeutet eigentlich »A. G. L.«? von Franziska Röchter Was will uns dieses Akronym sagen? Welche Bedeutung verbirgt sich hinter diesen drei Buchstaben, über die kaum jemand mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann, ob sie nun durch Punkte getrennt werden oder nicht. Und überhaupt: Herrscht nicht sowieso schon einige Verwirrung über die Orthographie? »AGL« oder »agl«? Oder »A. G. L.« in Anlehnung an die geheime Gräfenberg-Zone? Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und befragte rein willkürlich und ohne den Hauch eines Anspruchs auf empirische Gültigkeit ein paar sehr unterschiedliche Dichter und Persönlichkeiten nach […]

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Wenn Anton G. Leitner Feuer fängt

von Axel Kutsch Wenn Anton G. Leitner Feuer fängt, dann löscht er nicht, dann brennt er. So auch Ende der neunziger Jahre. Während eines längeren Telefongesprächs mit ihm über die aktuelle Poesie kam mir plötzlich eine Idee: Warum nicht einmal Hitlisten der deutschsprachigen und internationalen Jahrhundertlyriker aufstellen? Kaum hatte ich meine Gedanken ausgesprochen, loderten am anderen Ende der Leitung bereits die Flammen. Die Hitlisten waren in Sekundenschnelle unter Dach und Fach, auch wenn uns klar war, dass der eine oder andere Bedenkenträger – den spielerischen Charakter der Idee verkennend – beckmessernd Einwände gegen ein solches Ranking in der hehren Kunst der Poesie erheben würde. Immerhin betätigten […]

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Alles auf Anton

von Friedrich Ani Es begann mit der »Initiative ungeborener Autoren«. Jedenfalls scheint mir die Zeitspanne, seit ich Anton Leitner – damals noch ohne G-Punkt – kenne, ins Paläozoikum meines Schreiberlebems zurückzureichen. Nach den Ungeborenen kam die Initiative krabbelnder Autoren. Die stießen schon erste Laute aus, und die beflissenen unter ihnen kritzelten erste kryptische Verse auf Zeitungen und Tischtücher. Bald folgte die Initiative gradesitzender Autoren, die von der Tafel Buchstaben abschrieben, dann Wörter und wenige Jahre später ganze Sätze aus Büchern anderer Autoren. Das war die Geburtsstunde der Initiative pubertierender Autoren, insofern ein Einschnitt, als nun bei den Jungs die Mädchen […]

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