Der Dichter Mario Wirz ist tot und seine lyrische Stimme ist so lebendig wie immer

Heute ist ein unfassbar trauriger Tag. Denn ich habe erfahren, dass der Berliner Lyriker Mario Wirz gestorben ist. Seit vielen Jahren zählte er zu den Stammautoren unserer Zeitschrift DAS GEDICHT und wurde mir mehr und mehr ein guter Freund und ein verlässlicher, warmherziger, sowie sensibler lyrischer Weggefährte. Ich habe seinen jahrelangen mutigen und bisweilen auch von ihm selbst humorvoll mit Worten karikierten Kampf gegen viele seiner schweren Krankheiten miterlebt, von denen die wohl schwerste AIDS war. Vor gut zwei Jahrzehnten war ich noch so sprachverliebt, dass ich mit den kristallin-klaren, ausdrucksstarken und sehr einfachen Versen von Mario Wirz wenig anfangen […]

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Luftschloss

von Mario Wirz Den Schlüssel für mein Luftschloss hütet der Pelikan in diesem Sommer schreibt er mir einen neuen Lebenslauf in der Nähe von Wolken spielen die Tage mit meinen Träumen Wirklichkeit spukt als Schlossgespenst durch den Schlaf während Freund Mond in meinen Armen kosmisch kichert Für Anton und Feli und Mutter Ingrid und Nelly   © Mario Wirz, Berlin

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dasgedichtblog-Fragebogen: Mario Wirz

Mario Wirz (*1956) Lyriker aus Berlin Der Lyriker Mario Wirz, ein langjähriger Wegbegleiter der Zeitschrift DAS GEDICHT, stellt sich den Fragen unseres dasgedichtblog-Fragebogens. Lyriker-Steckbrief Name / Vorname: Wirz, Mario Geburtsdatum: 03.12.56 Geburtsort: Marburg / Lahn Augenfarbe: Braun Größe: 184 Wohnort (mit Bundesland): Berlin Aktueller Gedichtband (mit Erscheinungsjahr, Erscheinungsort, Jahr und Verlag): Vorübergehend unsterblich (Aufbau Verlag, Berlin, 2010) 23 Fragen an den Lyriker Mario Wirz und ein Satz zum Ergänzen 1. Wann sind Sie zum ersten Mal mit einem Gedicht in Kontakt gekommen? Meine Mutter las mir Gedichte von Busch und Storm und Fontane vor, sie las mit Temperament und großer Ausdruckskraft, sie war […]

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Mario Wirz: STURM VOR DER STILLE. Gedichte.

Aufbau-Verlag (www.aufbau-verlag.de), Berlin 2006. 155 Seiten, geb., € 17,90 Anton G. Leitner – »Wir kommen / auf die Welt / um zuzuschauen / wie wir / vorbei / gehen«, schreibt der Berliner Dichter Mario Wirz. Denn das Leben ist ein großes »Theater« und ab der Geburt spielen wir unsere Rolle als Akteure und Zuschauer in der eigenen Vorstellung, bis der Vorhang überraschend fällt. Wirz (Jahrgang 1956) legt mit STURM VOR DER STILLE einen bibliophil gestalteten Gedichtband im handlichen Format vor, der eine Reihe von Widmungsgedichten versammelt (den eingangs zitierten Text eignet er dem Lyrikerkollegen Richard Pietraß zu). Er liebt es, […]

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