Jan Wagner: ACHTZEHN PASTETEN. Gedichte.

Berlin Verlag (www.berlinverlage.de), Berlin 2007. 88 Seiten, geb., € 16,- Gabriele Trinckler – Leider gibt es heute nur wenige Autoren, die sich kollegial um die Verbreitung zeitgenössischer Lyrik verdient machen. Der Wahlberliner Jan Wagner (Jahrgang 1971) ist einer von ihnen. Zusammen mit Björn Kuhligk edierte er u. a. die beiden Anthologien »Lyrik von jetzt«, Bd. 1 und 2. Damit schuf er ein viel beachtetes Forum für die junge deutschsprachige Poesie. Jetzt ist im Berlin Verlag sein dritter eigener Gedichtband ACHTZEHN PASTETEN erschienen. In fünf Kapiteln beweist Jan Wagner, dass er nicht nur zu den engagiertesten Lyrikern seiner Generation zählt, sondern […]

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Lydia Daher: Kein Tamtam für diesen Tag.

Verlag Voland & Quist (www.voland-quist.de), Dresden und Leipzig 2008. Buch (93 Seiten) mit Audio-CD, € 12,80 Gabriele Trinckler – Wer daheim im 4. Stock mithilfe von Computer und Akustikgitarre eine Musik-CD aufnimmt und produziert, muss mutig sein. Wer große Feuilletons oder Fachmagazine dann auch noch dazu bringt, das Ergebnis einhellig zu bejubeln, dem ist alles zuzutrauen. Genau das gelang der Augsburgerin Lydia Daher (Jahrgang 1980) mit ihrem Album »lydia daher« (trikont, 2007). Ihre Songs leben von bissigen und intelligenten »lyrics«; nicht ohne Grund gilt sie derzeit als eine der erfolgreichsten Performance-Poetinnen Deutschlands. Im Frühjahr 2008 legte sie ihren neuen Lyrikband […]

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Wolf Wondratschek: LIED VON DER LIEBE.

dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag (www.dtv.de), München 2008. 121 Seiten, € 8,90 Anton G. Leitner – Als Lyriker hat Wolf Wondratschek eine Traumkarriere hingelegt. Mitte der 70er-Jahre begann er, im Selbstverlag eine Serie von einfach aufgemachten Gedichtbänden zu publizieren. Sie trugen Titel wie »Das leise Lachen am Ohr eines andern« und umkreisten überwiegend ›Love, Sex and Crime‹ in allen Spielarten. Wondratschek hatte damals in einem genialen Coup den links-alternativen Frankfurter Versand Zweitausendeins gewinnen können, seine Gedichtbände exklusiv zu vertreiben; sie verkauften sich dort wie warme Semmeln. Der eingangs zitierte Titel erschien 1976 und war 1981 bereits in der 18. Auflage. […]

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Mario Wirz: STURM VOR DER STILLE. Gedichte.

Aufbau-Verlag (www.aufbau-verlag.de), Berlin 2006. 155 Seiten, geb., € 17,90 Anton G. Leitner – »Wir kommen / auf die Welt / um zuzuschauen / wie wir / vorbei / gehen«, schreibt der Berliner Dichter Mario Wirz. Denn das Leben ist ein großes »Theater« und ab der Geburt spielen wir unsere Rolle als Akteure und Zuschauer in der eigenen Vorstellung, bis der Vorhang überraschend fällt. Wirz (Jahrgang 1956) legt mit STURM VOR DER STILLE einen bibliophil gestalteten Gedichtband im handlichen Format vor, der eine Reihe von Widmungsgedichten versammelt (den eingangs zitierten Text eignet er dem Lyrikerkollegen Richard Pietraß zu). Er liebt es, […]

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Maik Lippert: IM RAUCHGLAS DES HIMMELS ÜBERM GEWERBEGEBIET. Gedichte 1990 – 2005.

Mit Fotografien von Göstav Dirk Steglich. Edition Thaleia (www.edition-thaleia.de), St. Ingbert 2007. 145 Seiten, € 13,- Anton G. Leitner – Es gibt schon »zu viele dichter / mit sehnsucht / nach der notaufnahme«, aber wer wie Maik Lippert seine Kindheit und Jugend in Kleinfahner bei Erfurt verbracht hat und später Ökonomie in Moskau studierte, gehört sicher nicht zu dieser Spezies. Er musste zuallererst einmal den sozialistischen Alltag bewältigen, d. h. (Über-)Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs »organisieren«. Trotz solcher zeitraubenden Aufgaben hat sich Lippert als Held des Alltags Humor und Sprachwitz bewahrt und zeigt ein erstaunliches Organisationstalent auch im […]

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