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Humor in der Lyrik – Folge 12: Christian Morgenstern (1871–1914): Allerlei Spiel- und Ernstzeug

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen. »Ich definiere den Humor als die Betrachtungsweise des Endlichen vom Standpunkt des Unendlichen aus … Humor ist äußerste Freiheit des Geistes«. Das verstand Christian Morgenstern unter Humor.   Die Trichter Zwei Trichter […]

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Verse für den Gaumenkitzel – Folge 18: »geschmack knospen«

Verse für den Gaumenkitzel

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 23, zusammengestellt und ediert von Kerstin Hensel und Anton G. Leitner   Gerald Fiebig geschmack knospen morgens ein überfahrener igel im mund sehniger schleim haut rein geschorft in den gaumen aus asphalt das aas falten aus denen der löwen zahn welkt puste kuchen & kaffeegeschmack der kein geschmack ist mittags eine spinne im glas scherben durch die stroh schuh sohle geschnitten in blut das rinnt & gebissen in weiße fleisch & blüten die rinnen zwischen lippen ist wurst & biergeschmack der kein geschmack ist abends ein sezierter frosch im hals halb & halb roher […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 10: »Herbstbild nach Hebbel«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jan-Eike Hornauer Herbstbild nach Hebbel Ich sah des Landes ält’ste Jungfrau steh’n; gebeugt, verbraucht, ganz bleich und schrundig rot. Da sprach ich schaudernd im Vorübergeh’n: »Noch nie im Leben und beinah schon tot.« Um sie herum die neue Gen’ration, so keck und sexy und von frohem Sinn. Ein Mädchen streift sie und ein zweites schon, ein drittes noch, dann stürzt sie hin.   © Jan-Eike Hornauer, München         »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition […]

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Verse für den Gaumenkitzel – Folge 17: »Durch den Waldboden«

Verse für den Gaumenkitzel

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 23, zusammengestellt und ediert von Kerstin Hensel und Anton G. Leitner   Alex Dreppec Durch den Waldboden Wo Wolken Nebel werden und aus Nebel Wolken werden bricht es durch den Waldboden. Einmal noch in allen Farben. Verlasse die Pfade, kreuze die Zweige, lass Irrlichter auf ihren Abwegen stehen: König Steinpilz trägt gedeckte Farben. Verlasse die Pfade und wandele querfeldein durch den Quendel, nimm die Zweige, die Blätter, die Blüten, den zweilippigen Kelch, bald wird er Hymnen singen, denn der wilde Thymian will auf den Pilzen triumphieren.   © Alexander Deppert, geboren 1968 in Jugenheim, […]

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