Fremdgehen, jung bleiben – Folge 24: Thomas Rackwitz

Poesie ist nicht nur Wort. Poesie ist Leben, das sich ständig erneuern muss. Doch was heute noch neu und fremdartig erscheint, gehört morgen schon zum Altbewährten. Junge Lyrik beschreibt den Raum dazwischen. Deshalb wagt Stefanie Lux in Nachfolge von Leander Beil an jedem 8. des Monats in der Kolumne »Fremdgehen, jung bleiben« einen freien Blick auf das kulturell und sprachlich Andere, das vermeintlich Fremde in der noch jungen Textwelt.   Ein bisschen über hundert Jahre ist es nun her, dass ein Zeitsignal telegrafisch um die Welt versendet wurde und damit die globale Zeittaktung einsetzte. Heute können wir uns kaum vorstellen, […]

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Religion und Lyrik – Folge 58: »Apnoe«

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 25, zusammengestellt und ediert von Anton G. Leitner und José F. A. Oliver   Hendrik Rost Apnoe Seit meiner Taufe verstehe ich jedes Wort, das die Welt an mich wendet oder gegen mich. Es ist das, was keiner sagen kann. Ich halte die Luft an und tauche in das Murmeln hinab, das aus dem Hahn rauscht, ehe es in sich selbst ertrinkt. Ein Strom einzelner, tropfender Namen, zu dem ich mich rasiere. Dies Gesicht im Spiegel, das immer wieder zuwuchert … du törichtes Tier. Ich höre sie lallen: Habe, sei, werde. Die Gewalt, die […]

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