Melanie am Letzten – Folge 47: Hermanns Fluch

Es ist ein Wahnsinn, ein Irrsinn und nicht selten ein Blödsinn: So geht es zu im Tollhaus Welt. Der Mensch neigt zu seltsamen Verhaltensweisen, die schockieren, alarmieren oder amüsieren können. Was hilft zu guter Letzt? Die Poesie. Nicht ärgern, stänkern oder meckern, sondern dichten – meint die schwarzhumorige Poetin Melanie Arzenheimer und kommentiert die Deadlines des Lebens jeweils am Monatsende auf DAS GEDICHT blog.   Das Erstaunliche an Klischees ist, dass sie durchaus zutreffen. Sonst wären sie ja nicht entstanden. Also der deutsche Urlauber, der mit Tennissocken in der Sandale die Länder des Mittelmeers bereist, ist real existent. Es gibt tausendfach Beweisfotos. Er nimmt […]

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Ελλάδα

griechische haikus von Fitzgerald Kusz   bamm landeoonfluuch olivnhain und am horizond es meer: hellada aff dä fähre begrüßd uns ä schboodz: schäi dassä widdä dou seid! wenni in dä fräih assm meer schwimm schwimmd undä miä affm sand mei schaddn vuä miä heä iich möchd ned wissn wos di welln allers däzähln es meer waaß meä bevuä di durisdn eifalln rauschd dä wind schnell nu in di bläddä vo di bladanen im kaphinion auserm klannä dässlä enn kaffee drinkn biddä schmeckdä und säiß wäi lang zirbn di zikadn? wenns dunkl werd fangäs oo obbä wenn hörnsn widdä auf? ä […]

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Humor in der Lyrik – Folge 45: Peter Altenberg (1859 – 1919): Der Kaffeehaus-Diogenes

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen.   Hineingeboren in eine wohlhabende jüdische Kaufmannsfamilie in Wien, schickt der Vater ihn und seine Brüder ins Akade­mische Gymnasium, um den Burschen den Start in die Oberklasse der K.-u.-k.­-Monarchie zu erleichtern. Doch […]

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Lied mit Rasierklinge: Der Gedichtband »Der Asphalt klingelt, ich geh ran« von Johanna Schwedes

rezensiert von Hellmuth Opitz Sagt der Titel eines Gedichtbandes immer schon Essentielles über die darin enthaltenen Gedichte aus? Sehr unterschiedlich, meistens aber sind die Titel durchaus ein poetisch-programmatisches Statement zum Inhalt. So verrät der der aktuelle Gedichtband »Einmal einfach« von Michael Krüger schon allein dadurch, dass er fast wie eine Bestellung an einer Pommesbude klingt, dass es hier in subtiler Untertreibung um poetische Wahrnehmungen des Alltäglichen geht, während der Band »Kolonien und Manschettenknöpfe« von Thomas Kunst darauf hinweist, dass es ein Stilmittel dieser Gedichte ist, disparate Details in sie hineinzuverweben bzw. in ihrer heterogenen Sperrigkeit auch durchaus unverbunden nebeneinander stehen […]

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Lyrik-Revue – Folge 3: Tod, Trauer, Inferno – »Elegie« von Mary Jo Bang

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Mary Jo Bang macht sich im Gedichtband »Elegie« auf sprachliche Spurensuche nach ihrem verstorbenen Sohn Michael Donner Van Hook (1967 bis 2004). »Warum bist du nicht, wo du hingehörst? / Ein schwarzer Hut am Haken sagt nichts.« Er war lange drogensüchtig, und Freunde trösten sie, er habe jetzt seine Ruhe. Doch sie resümiert: »Es gibt kein Schlimmer / als diesen Schlussakt deines Verschwindens / hinter dem Vorhang der Suchtkatastrophe.« Mary Jo Bang mischt das Davor […]

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