Neugelesen – Folge 19: Johann Wolfgang von Goethe »West-östlicher Divan«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Dem regelmäßigen Leser dieser Kolumne dürfte nicht entgangen sein, dass es in der letzten Folge Neugelesen auch um einen Divan ging: Der Diwan des persischen Dichters Mohammed Schemsed-Din Hafis. Freilich ist das kein Zufall. Johann Wolfgang von Goethe kannte Hafis Gedichte sehr genau und sah in ihm eine verehrte Größe: „Und […]

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Eingestreute Gedichte: Ein Hundetrost von Anna Breitenbach

  Anna Breitenbach Für Anton zum Trost Ein Hund und In dem Wäldchen, in dem ich immer mit meinem Hund war, finde ich den alten Baum mit den Wurzeln, zwischen denen immer ein Wässerchen war, für den großen Durst. Das Wässerchen ist immer noch da, wo ich mit meinem Hund war.   Aus: Haus und Hof, Sachen, Leute. Brauchbare Gedichte. Tübingen 2016 © Hilga Wesle, Esslingen und Elmo (Italien) / www.annabreitenbach.de Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Klöpfer & Meyer    

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Gedichte für Kinder – Folge 55: Sieben unveröffentlichte Kindergedichte von Nils Mohl

Gedichte für Kinder

Uwe-Michael Gutzschhahn präsentiert jeweils am 10. eines Monats auf DAS GEDICHT blog faszinierende Kindergedicht-Autoren mit ihren vielfältigen Spielarten der Kinderpoesie. Denn das Kindergedicht soll lebendig bleiben – damit aus jungen Gedichtlesern neugierige Erwachsene werden, die sich an die Klänge und Bilder der Poesie erinnern, statt an die Last der didaktischen Lyrikinterpretation.     die entstehung der gezeiten die flut lag ausgestreckt am strand im sand (es ging ihr gut) da kam die ebbe zog voller übermut der flut an der langen schleppe machte sich neben ihr breit sprach zur kollegin es ist jetzt zeit für meine wenigkeit zieh’ leine sonst […]

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Im babylonischen Süden der Lyrik – Folge 49: »›TUKOBA REVISITED‹: SIEBEN WORTE & ABHANGAS (UNPLUGGED) – EINE HOMMAGE«

Im babylonischen Süden der Lyrik

Tobias Burghardt flaniert jeweils am 5. eines Monats auf DAS GEDICHT blog durch die südlichen Gefilde der Weltpoesie. In der Rubrik »Im babylonischen Süden der Lyrik« werden Sprachgemarkungen überschritten und aktuelle Räume der poetischen Peripherien, die innovative Mittelpunkte bilden, vorgestellt.   Hier für Tukoba sind die Worte die einzigen Gemmen, Knospen, Kleider und Speisen plus Wasserkrug wie Reichtum für sich allein, für niemand, allseits für dich.   Tukoba lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er wurde 1608 im westindischen Dehu in die obere Schicht der untersten Kaste der Shudras hineingeboren. Mit 13 Jahren begann er, als Landmann und […]

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