Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 13: »blick in den himmel« / »pohled do nebe« von Stan Lafleur

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   Im Osten Europas Ein Dorffest irgendwo in der Bukowina, heute Rumänien. Der Lyriker Stan Lafleur fängt die surreale Stimmung auf, die subtil auf Osteuropa hinweist. Was ist es, was den unsichtbaren Vorhang zwischen Ost und […]

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Neugelesen – Folge 7: Jean Cocteau: »Das Blut der Liebe. Gedichte, in deutsch geschrieben«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   »Mein lieber Kurt, Ich erinnere mich nur noch an das Deutsch meiner Kindheit. Leider kenne ich Eure Dichter nicht. Gebildet wurde ich vom ›Erlkönig‹ und ›Struwelpeter‹. Entschuldigen Sie also, daß ich ihnen diese naiven Gedichte schenke. Die einzige Entschuldigung für ihr Dasein ist, daß sie Ihnen gefallen haben.« So beginnt ein […]

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Fremdgehen, jung bleiben – Folge 28: Matthias Kröner

Poesie ist nicht nur Wort. Poesie ist Leben, das sich ständig erneuern muss. Doch was heute noch neu und fremdartig erscheint, gehört morgen schon zum Altbewährten. Junge Lyrik beschreibt den Raum dazwischen. Deshalb wagt Stefanie Lux in Nachfolge von Leander Beil an jedem 8. des Monats in der Kolumne »Fremdgehen, jung bleiben« einen freien Blick auf das kulturell und sprachlich Andere, das vermeintlich Fremde in der noch jungen Textwelt.   Es kann schon deprimierend sein, wenn man am Sonntagmorgen die Zeitung (digital) aufschlägt. Die Zeichen stehen auf Weltuntergang: Atombombengebaren auf der anderen Seite des Teichs, Internierungslager an Grenzen, Uneinigkeit im […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 143: »Pyritz, wund …«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jan Causa Pyritz, wund … Maikäfer, flieg! … gerutscht, geflutscht: Kindchen sein. Duzidu! Kein Zurück; lange, schmerzvolle Normierungsgänge … Deine vierte Heimsuchung: ergötzliche Unschuld, Schlussallegro des Leids, abreißende Sprache: Pferdchen, lauf! Der Schlachthof ist in Buntpapier eingewickelt. Überbaugeruch. Der vom Menschen potenzierte Mensch: Die große Maschine rotzt noch. Drei gehen an ihrer Hand, eins zieht sie im Bollerwagen hinter sich her … irgendwo das Brot der Fremde essen.   © Ingo Wachtmeister, Iserlohn       »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu […]

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