Buchpremiere: Jan-Eike Hornauer liest zumeist komische Gedichte aus »Das Objekt ist beschädigt«

Freitag, 1. Juli 2016, ab 20:00 Uhr,
Lyrik Kabinett München (Amalienstr. 83a, U3 Universität)

Hornauer Jan-Eike Das Objekt ist beschädigt Cover

Zu einer »wilden Lyrikreise« lädt Jan-Eike Hornauer ein: Am Freitag, den 1. Juli 2016, liest er ab 20 Uhr im Münchner Lyrik Kabinett aus seinem druckfrischen zweiten Solo-Lyrikband »Das Objekt ist beschädigt – zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt«. Mit viel Humor, zuweilen aber auch ganz ernst, geht’s mit dem Münchner Autor und Herausgeber auf großem Versfuß über ein breites Themenfeld, das sich von Liebe und Erotik über Allzu- und Zwischen-Menschliches, Politisches, Philosophisches und Künstlerisches bis hin zu Fußball und Tierischem erstreckt. Hornauers erklärtes Ziel ist es, unsere beschädigte Welt mit seinen Versen ein gutes Stück weit und vornehmlich lustvoll zu vermessen. Und natürlich sein Publikum am Ende wohlbehalten sowie inspiriert und in bester Stimmung zu entlassen.

Erschienen ist »Das Objekt ist beschädigt« im muc Verlag, der auch die Premierenlesung ausrichtet (www.muc-Verlag.de), das Cover hat die Münchner Künstlerin Tanja Martina Federl erstellt.

Eintritt: € 7,- / ermäßigt € 5,-.

Hornauer Jan-Eike Portrait
Jan-Eike Hornauer, freier Textzüchter (Autor, Herausgeber, Lektor und Texter), hat mit »Das Objekt ist beschädigt – zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt« (muc Verlag) seinen zweiten Solo-Lyrikband veröffentlicht. Dazu ein halbes Dutzend Printherausgaben (Lyrik und Prosa, zuletzt »Der schmunzelnde Poet« und »Grotesk!«, beide Candela) sowie Verantwortlicher mehrerer Online-Anthologien auf DAS GEDICHT blog, unter anderem »Wenn Liebe schwant II« und »Gedichte mit Tradition«. Auf die Welt geworfen wurde Hornauer 1979 in Lübeck, aufgewachsen ist er in Hausen bei Aschaffenburg, Studium der Germanistik und Soziologie in Würzburg, heute wohnt er in München. www.Textzuechterei.de
(Foto: Gabriele Trinckler)

 

Abschließend noch zwei Kostproben-Gedichte aus »Das Objekt ist beschädigt – zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt« (muc Verlag):

 

Duschbad

Ich wollt’ so gern Dein Duschbad sein!
Ich käme überall hinein,
ja, auch in Deine kleinsten Poren,
da drängte ich ganz unverfroren.

Ich könnt’ den ganzen Körper spüren,
zum Prickeln Dich und mich verführen.
Und reinlich wär’ das alles auch,
Erotik ohne Schmutzeshauch.

Und trotzdem wirklich wunderbar,
ganz zärtlich, sinnlich, lustvoll gar.
Ich schäumt’ auf Deinen feuchten Brüsten,
versänk’ in Dir und meinen Lüsten,

zudem auf Dekolleté und Nacken,
den Schenkeln und den Hinterbacken,
dem Scham- und auch dem Nasenbein,
ja, überall, da würd’ ich sein!

Das Doofe aber wär’ daran:
Schon kurz darauf, am Ende dann,
da spültest Du mich einfach munter
und unbeschwert den Abfluss runter …

 

Europa

Europa, ein Gedanke voller Größe
bist Du, weit mehr als nur ein Kontinent,
in Dir wird nun vereinigt, nicht getrennt,
und doch behältst – zu Recht – Du viele Schöße.

Doch: Ach, wie schnell und leicht wirst Du verraten,
wie sehr bei selbst der kleinsten Schwierigkeit
durchrüttelt und bedrängt! Und wie erst schreit
das Volk, verlangst Du einmal echte Taten!

Zu oft bleibt noch die Dimension verborgen,
Europa, die Du wahrhaft in Dir hast.
Und stehst vor allem Du für Furcht und Sorgen,

ist’s weil man Dich im Grunde nicht erfasst.
Doch bleib’ uns treu: Uns leuchtet schon ein Morgen,
vor dem – im Frieden! – alles sonst verblasst.

 

© für die Gedichte: Jan-Eike Hornauer, München

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