Eingestreute Kritik: Kenn Nesbitt »Jetzt noch ein Gedicht, und dann aus das Licht! Gedichte zur guten Nacht«

  Mit dem Riesenlöffel rühr’n wir im Licht Eine vielseitige neue Gedichtanthologie bei Hanser Wir kennen uns bestens aus in der amerikanischen Kinder- und Jugendliteratur. Wir haben die wichtigsten Fantasy-Autoren präsent, wir feiern die sensationellen Erfolge eines John Green und wir gehen sogar an den meisten Newcomern der US-Jugendbuchszene nicht mehr vorbei. Wir wissen von der großen Kunst des Erzählens um des Erzählens willen, die im gesamten englischsprachigen Raum beherrscht wird. Nur ein kleiner Zipfel der Kinderliteratur ist bei uns weitgehend verlorenes Terrain: Das ist die amerikanische Kinderlyrik. Natürlich gibt es die Bücher von Shel Silverstein, aber schon der berühmte […]

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Eingestreute Kritik: Arne Rautenberg »vier kerzen drei könige zwei augen ein stern«

  Schokoladenengel zum Einschmelzen Neue Weihnachtsgedichte von Arne Rautenberg Weihnachtsbücher gibt es wirklich zuhauf. Und in den meisten finden sich auch da und dort Weihnachtsgedichte. Leider sind es fast immer dieselben, alte Schätze aus längst vergangenen Tagen. Nur ganz selten verliert sich ein nagelneues Kindergedicht in die endlosen und mutlosen Sammlungen. Doch in diesem Jahr macht der engagierte Peter Hammer Verlag eine beachtliche Ausnahme. Seit langem veröffentlicht der Verlag Kinderbücher des Lyrikers Arne Rautenberg. Drei seiner Kindergedichtbände und ein Bilderbuch in Versen sind bisher in regelmäßigen Abständen erschienen. Kein anderer deutscher Verlag der Kinderbuchszene engagiert sich so sehr für einen […]

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Neugelesen – Folge 21: Catherine Vidler »lost sonnets. 3rd iteration«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   In der letzten Folge Neugelesen haben wir uns konkrete poesie (sic) angesehen. Eine Gedichtform, die das materiale Schriftbild in den Vordergrund rückt. Die Idee, Bildliches mit Textlichem zu verbinden, war in den 1950er Jahren nicht neu, aber bekam einen neuen Anstrich, eine andere Qualität und kritischere Aufmerksamkeit. Derlei Experimente begannen jedoch […]

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Eingestreute Kritik: Marwan Alis neuer Gedichtband »Wenn der Krieg ein Theaterstück wäre«

Zu nah, zu fern Marwan Alis neuer Gedichtband „Wenn der Krieg ein Theaterstück wäre“ Rezension von Hellmuth Opitz Kann der Zerfall der Heimat nach 24 Jahren im Exil auch heute noch so schmerzen und solche in Poesie gegossene Sehnsuchtsanfälle auslösen? Sorgen Zeit und räumliche Entfernung nicht für eine innere Distanz? Dieser Gedichtband von Marwan Ali beweist das Gegenteil. Ali, kurdisch-syrischer Dichter, wurde in Kersur geboren. Er hat Syrien bereits 1995 verlassen, zu Zeiten, als noch Hafiz al-Assad, der Vater des heutigen Diktators, mit harter Hand herrschte. Er ging zunächst in die Niederlande, lebt aber seit 2004 in Deutschland. Den arabischen […]

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Neugelesen – Folge 20: Eugen Gomringer (Hg.) »konkrete poesie«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   achim raven beschwört in seiner ersten folge des „kniffligen Poesiepuzzles“ auf dasgedichtblog.de den vers. eugen gomringer schaffte ihn um die mitte des letzten jahrhunderts ab. seine dichterkolleginnen der konkreten poesie und er. das aufregende an ihr: die konkrete poesie begreift sich als konsequenz, dass sprache einen weg der funktionalisierung eingeschlagen hat. […]

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