Eingestreute Kritik: Der grandiose Gedichtband »Fossile Infanten« von Barbara Maria Kloos

Fein wie ein Messerschnitt   Als ich Anfang der 1990er Jahre das erste Mal nach New York reiste und in Manhattan an der Grand Central Station ausstieg, war ich angesichts der hohen Häuser und Sehenswürdigkeiten so fasziniert wie frustriert. Ich dachte, diese Stadt packst du nicht, die hat soviel zu bieten, der kannst du nicht einfach gerecht werden. Und so ging es mir auch, als ich das erste Mal den Gedichtband „Fossile Infanten“ von Barbara Maria Kloos in den Händen hielt. Es ist ein opulenter Gedichtband, und damit ist nicht nur der Umfang von mehr als 200 Seiten gemeint, sondern […]

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Eingestreute Kritik: Anton G. Leitner »Selected Poems 1981–2015«

Writing in a Brave New World   Anton G. Leitner (born 1961) has dedicated his life to poetry. Today, he is a widely known and renowned author, reciter and publisher in German-speaking countries. So far, he has published eleven collections of his poems. He is editor in chief of Das Gedicht, one of the main magazines for contemporary German poetry, which celebrated its 25th anniversary in 2017. Leitner is the recipient of numerous awards and accolades including the Tassilo Award for developing culture from Süddeutsche Zeitung (2016). Leitner’s collections of poems have been acclaimed to be “among the best of […]

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Neugelesen – Folge 11: C. M. Meier » Hömmelli«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Sind Gegensätze nicht aufregend? Bekanntermaßen ziehen sie sich schließlich sogar an wie starke Magneten. Die Werbebranche hat das längst für sich entdeckt: knackig-soft, würzig-süß, erschreckend ruhig. Unglaublich glaubhaft ist das aber nicht. So aufregend Gegensätze sein mögen, dass sie sich immer anziehen, könnte sich als Märchen entpuppen. Meist sind wir doch […]

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Eingestreute Kritik: »Lyrik mit Gänsefüßchen« von Volker Maaßen

rezensiert von Sabine Zaplin Die Gänsefüßchen kommen schwarmweise daher in Volker Maaßens neuem Gedichtband, mal als Paar-, mal als Kreuzreim, mal auf dem Wege zum „Zugvögeln“, dann wieder „schwanengleich“ – aber nie ohne das zum Gänsefüßchen gehörende Augenzwinkern. Der Hamburger Autor hat seine ersten literarischen Gehversuche im Umfeld der Neuen Frankfurter Schule gemacht. Im Vorwort nennt er – neben anderen – Robert Gernhardt seinen poetischen Ziehvater. Doch längst hat der 1943 in Breslau geborene Mediziner seinen eigenen lyrischen Ton gefunden und immer weiter entwickelt. So liest sich „Lyrik mit Gänsefüßchen“ wie eine kleine Werkschau auf die zahlreichen Kapitel seiner Dichterbiographie. […]

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Neugelesen – Folge 10: Günter Bruno Fuchs (Hrsg.) »Die Meisengeige«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Was für ein Unsinn! „Eine Katze liegt in der Wiese / Die Wiese ist hundertzehn / mal neunzig Meter groß; / die Katze dagegen ist noch sehr jung.“ Ein Unsinn von Günter Grass. Ja, da möchte ich nicht widersprechen. Nicht einmal lustig, nur ein kurzes Aha, sobald der Groschen fällt und […]

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