»Flügelwechsel« von Albert Ostermaier

rezensiert von Paul-Henri Campbell Albert Ostermaier »Flügelwechsel« Der neue Gedichtband von Albert Ostermaier trägt den Titel »Flügelwechsel« (Insel Verlag 2014) und hat sogar Oliver Kahn dazu animiert ein Vorwort als Tribut an den Dichter zu verfassen. Aus der Feder des Schriftstellers wird der Fußball zu einem kosmischen Ereignis, ein Moment darin sämtliche Gesellschaftsspiele zusammenprallen mit dem Lauf des Universums. Den Sphärenklang dieser Konvergenz bestimmt Ostermaier als Ode, die poetische Urform für das Erhabene. Und die Oden an den großen Kahn verwandeln den Bolzplatz zum hermeneutischen Feld, darauf der Torwart zum Gatekeeper des Mysteriums des Willens, des Schicksals und des Unberechenbaren […]

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»oder wie heißt diese interplanetare Luft« von Odile Kennel

rezensiert von Paul-Henri Campbell Odile Kennel »oder wie heißt diese interplanetare Luft« Odile Kennel ist 1967 in Baden geboren und zweisprachig aufgewachsen. Das Deutsche wie das Französische ist ihr in die Wiege gelegt worden und doch scheint die Dichterin aus Brühl unablässig das Weite zu suchen mit Stationen in Tübingen, Lissabon, Bukarest, Dijon und schließlich Berlin, wo sie heute lebt. Ihr Oeuvre umfasst bisher eine Reihe vorzüglicher Übersetzungen aus dem Portugiesischen, Spanischen und dem Französischen – z. B. »Ich weiß nicht warum. Zeichnungen und Texte für Unica Zürn.« von Érica Zíngano (hochroth 2013), »Rilke Shake« von Angélica Freitas (Luxbooks, 2011). […]

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»Pergamon Poems« von Gerhard Falkner

rezensiert von Paul-Henri Campbell Gerhard Falkner »Pergamon Poems« »Die Hand ist ergänzt«. Gerhard Falkner lässt mit dieser schlichten restaurierungsgeschichtlichen Feststellung ein Poem einsetzen, das nichts weniger verhandelt als die Differenz zwischen Totalität und Fragment im kosmischen Sinne. Die »Pergamon Poems« (kookbooks, 2012) sind entstanden in Kooperation mit Videokünstlern (Constantin Lieb und Felix von Boehm), der Antikensammlung der staatlichen Museen Berlin und Mitgliedern des Ensembles der Schaubühne Berlin. Damit ist noch nicht viel über das mehrteilige Poem gesagt, das auf eines der faszinierendsten Monumente der antiken Staatsreligionen rekurriert, den Pergamonaltar. Der Gedichtband liegt in der englischen Übersetzung von Mark Anderson zweisprachig […]

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»Die Uhr hat die Zeit vergessen | L’orologio dimentico del tempo« von Nina Russo Karcher

rezensiert von Paul-Henri Campbell Nina Russo Karcher »Die Uhr hat die Zeit vergessen | L’orologio dimentico del tempo« Nina Russo Karcher ist eine gebürtige Sizilianerin. Ihr Gedichtband »Die Uhr hat die Zeit vergessen« liegt als Paralleltextausgabe vor und der Übersetzer Fausto Romanato hat dazu das italienische Pendant beigesteuert, »L’orologio dimentico del tempo«. Die Dichterin entwickelt ein Thema, das im Grunde Weisheit erfordert – nämlich das Altern. So hat sie ein Buch geschrieben für Menschen, die täglich mit alten Menschen zu tun haben, sie in Altenheimen besuchen, dort mit ihnen umgehen oder arbeiten; darüber hinaus ist es eine Anklageschrift für die […]

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»WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« von Ulrich Luckhardt (Hrsg.)

rezensiert von Paul-Henri Campbell Ulrich Luckhardt (Hrsg.) »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« Der Hatje Cantz Verlag bestätigt seine unangefochtene Kompetenz bei komplexen Publikationsprojekten aufs Neue. In dem Band »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller«, der als Katalog zu zwei Ausstellungen im Rahmen der Internationalen Tage Ingelheim und in den Lübecker Museen entstand, präsentiert der Verlag unter Herausgeberschaft von Ulrich Luckhardt einige anregende Stichproben von »künstlerischen Doppelbegabungen«. Luckhardt stellt das Ausstellungskonzept in einen weiten kulturwissenschaftlichen Horizont. Fokussierte Künstlerbiographien zu Johann Wolfgang von Goethe, Justinus Kerner, Victor Hugo, George Sand, Hans Christian Andersen, Wilhelm Busch, Paul Scheerbart, […]

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