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Drei lyrische Sinnsprüche

von Volker Hensdiek Ein Dicker steht am Telefon hält den Hörer in der Hand ein anderer fragt: hast du abgenommen der Dicke hocherfreut ja sieht man das ist ja schlecht zu übersehen.   Verletzt wurde wieder einmal niemand aber ins Krankenhaus gebracht hat niemand auch mal wieder keiner. Keiner muss also mit einem Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung rechnen.   Wenn er befahl aufstehen setzten sich die Schüler darüber hinweg. Wenn er befahl hinsetzen standen die Schüler darüber.   © Volker Hensdiek, Steinhagen

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komm

von Gerald Fiebig komm. wir suchen das weite in den weißen flecken des stadtplans vor unseren fenstern. komm. wir gehen weg an die unscharfen kanten am rand & den löchern der stadt wo die straßen die fassung verlieren & die züge ihr bett in die landschaft eingraben. komm. wir hören das gras durch die asphaltnarbe wachsen & die sportplätze in den kasernen. komm. wir spüren das glas zittern in den wänden der alten fabriken. komm. wir riechen den sommer im aroma heißer sägeblätter hinter dem druckwerk. komm. wir schmecken den regen im scharfen biss der kresse die du gesät hast. […]

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Paul S. verfolgt mich immer noch

von Rainer Rebscher Der Sommerwind ist klangerfüllt, treibt Lieder zu mir her. Mir wird es leicht, ich bade jetzt in einem Notenmeer. Die Wellenrhythmen tragen mich nach unten, wieder hoch, im Wassertal erwische ich den Grundton gerade noch. Einfach singen, tönen, klingen mit dem Meer. Mein Lehrer für Musik taucht auf, prüft kritisch den Gesang: Der Grundton war nicht lupenrein! Im dritten Vers, da klang die Schlusskadenz nicht ganz exakt, der Basston kam zu früh. Das Lied läuft gar nicht gut im Takt. Jetzt geben Sie sich Müh! Richtig singen, nicht so swingen, bitte sehr! Ich klettre in ein buntes […]

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