Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 22: VERGESSEN UND ERINNERN

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   VERGESSEN UND ERINNERN Lethe, in der griechischen Mythologie einer der Flüsse in der Unterwelt, steht für das Vergessen, die Verborgenheit. Nach einigen Überlieferungen, wie Vergils Aeneis, mussten die Seelen der Toten aus dem Fluss des […]

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Das flüchtige Schöne einfangen – Folge 13: Björn Kaltenbach, Gedicht aus der Sammlung »Über die Schönheit oder Die Kunst, Wasser zu trinken«

Für eine neue Netz-Anthologie hat sich das Online-Forum der Zeitschrift DAS GEDICHT, www.dasgedichtblog.de, auf die Suche nach dem Schönen gemacht. Schließlich ist die Kunst seit Jahrhunderten auch eine Instanz der Ästhetik. Und wenngleich seit längerem eine gewisse Scheu vor dem Schönen im modernen Kunstbetrieb herrscht und Schönheit heute oft reduziert wird auf den schönen Schein, auf das Streben nach Idylle oder die Anbetung getrimmter Körper – möchte die neue Netzanthologie von Redakteurin Sandra Blume der Schönheit in der Kunst einen besonderen Platz einräumen. Über 40 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben mehr als 100 Gedichte zum […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 156: »Tantentod«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Johannes Hülstrung Tantentod Ich hab meine Tante erschossen Die Tante war alt und schwach Viel Blut ist aus ihr rausgeflossen Erst langsam, dann nach und nach Ich hab meine Tante erstochen Ich stieß ihr den Dolch in den Darm Ich hab ihren Ärger gerochen Als ich ihr das Leben nahm Ich hab meine Tante erschlagen Denn vorher, da lebte sie noch Ich packte sie unsanft am Kragen Und stieß sie ins Kellerloch Ich hab meine Tante geschlachtet Und nun ist sie vollständig […]

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Gedichte für Kinder – Folge 50: Sechs unveröffentlichte Kindergedichte von Friedrich Ani

Gedichte für Kinder

Uwe-Michael Gutzschhahn präsentiert jeweils am 10. eines Monats auf DAS GEDICHT blog faszinierende Kindergedicht-Autoren mit ihren vielfältigen Spielarten der Kinderpoesie. Denn das Kindergedicht soll lebendig bleiben – damit aus jungen Gedichtlesern neugierige Erwachsene werden, die sich an die Klänge und Bilder der Poesie erinnern, statt an die Last der didaktischen Lyrikinterpretation.     Wind Ich heiß Kind, und du heißt Wind. Du schmeckst nach Sand am Meer, in meiner Stadt nach Teer. Wo ich auch bin, du kommst überall hin. Ich fang dich mit der Faust, bevor du dich verschaust, und nehm dich mit nach Haus, da pack ich dich […]

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Das flüchtige Schöne einfangen – Folge 12: Johanna Ruano »Fensterbilder«

Für eine neue Netz-Anthologie hat sich das Online-Forum der Zeitschrift DAS GEDICHT, www.dasgedichtblog.de, auf die Suche nach dem Schönen gemacht. Schließlich ist die Kunst seit Jahrhunderten auch eine Instanz der Ästhetik. Und wenngleich seit längerem eine gewisse Scheu vor dem Schönen im modernen Kunstbetrieb herrscht und Schönheit heute oft reduziert wird auf den schönen Schein, auf das Streben nach Idylle oder die Anbetung getrimmter Körper – möchte die neue Netzanthologie von Redakteurin Sandra Blume der Schönheit in der Kunst einen besonderen Platz einräumen. Über 40 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben mehr als 100 Gedichte zum […]

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