Im Zug

von Andreas Graf Durch Morgennebel über Land und Städten Im ICE von Köln bis nach Berlin. Erst lädt der Wagen picobello clean Zum Morgenschiss auf stillen Bahntoiletten Dann musst vor Händys dich in Schlummer retten Und vor Geschwätz in lichte Träume fliehn – Als draußen Nebelgnus vorüber ziehn Und Enten hin zu Ruheplätzen jetten. Der Nebel lichtet sich, die Schwätzer blieben Die Gnus sind fort, in einem fernen Land. Es hat der Tag die Illusion vertrieben Die Stille sei für immer von Bestand. Und letztlich wird, was wir am Bahnfahrn lieben Auch Schwatz und Tratsch. Sie reisen Hand in Hand. […]

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Unterwegs mit Diogenes

von Helwig Brunner Mein Schatten, ich nenn ihn Diogenes, wirft mich hart gegen das südliche Licht, treibt mich den Straßenrand entlang, während er faul auf der Fahrbahn liegt und sich überrollen lässt, unbeschadet. Keinen Deut schert ihn die Brüchigkeit der Knochen und Gedanken. Am Grenz- balken wartet er nicht, stürzt sich über den Stacheldraht ins Niemandsland. Mir voraus, tanzt er da sein Tänzchen, summt ein Lied: Die Musik hört dir zu! Mein Schatten, ich nenn ihn Diogenes, ist manchmal zu Scherzen aufgelegt, geh mir aus der Sonne, sagt er, als wäre ich Alexander der Große und er der letzte Kyniker. […]

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spanische haikus

von Fitzgerald Kusz 1 gleich nebä dä audobohn ä windmühln ohne windmühlnflüchl: don quijote lebt… 2 di flüss hamm si vuä dä sunnä in ihre quelln väschdeckd und draimä vom reeng 3 vuä dä iglesia dribbld ä weiße daum ibäs bflasdä: oh, heilichä geisd! 4 wenn di sunnä aufgäihd fängd es meer zum brennä oo 5 wos gebädi däfüä wenni amall am dooch aff däi welln schauä könnäd! Campello 26.09 – 2.10. 2013.   © Fitzgerald Kusz, Nürnberg

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