Wiedergelesen – Folge 34: »In der Gewalt der Häuser bin ich zu Haus« – Die Gedichte von Alfred Wolfenstein

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Kein Zweifel, Alfred Wolfenstein zählte nie zu den Hauptfiguren des Expressionismus. Er war eher eine Nebenfigur voller Selbstzweifel, unstet, mit einer weitgespannten Korrespondenz, die bis heute nicht erschlossen ist. Sein Schaffen blieb ohne Nachhall und die Erinnerungen […]

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