DAS GEDICHT 23: »Götterspeise & Satansbraten. Gedichte vom Essen und Trinken« – Buchpremiere im Literaturhaus München

Präsentation DAS GEDICHT 23

Die Herausgeber Kerstin Hensel (Berlin) und Anton G. Leitner (Weßling) präsentieren zusammen mit über 30 Lyrikerinnen und Lyrikern aus Deutschland, der Schweiz und Indien den 23. Jahrgang der Zeitschrift DAS GEDICHT. Esther Ackermann, Melanie Arzenheimer, Michael Augustin, Ulrich Beck, Leander Beil, Sujata Bhatt, Anna Breitenbach, Josef Brustmann, Jürgen Bulla, Paul-Henri Campbell, Georg Eggers, Dominik Erhard, Melanie Förg, Thomas Glatz, Norbert Göttler, Kerstin Hensel, Robert Höpfner, Jan-Eike Hornauer, Carmen Jaud, Erich Jooß, Annika Kemmeter, Manfred Klenk, Barbara Maria Kloos, Augusta Laar, Anton G. Leitner, Jörg Neugebauer, Wolfgang Oppler, Andreas Peters, Hardy Scharf, Renate Schön, Alfons Schweiggert, Max Sessner, Gabriele Trinckler und […]

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Reformatio | Reset
Pausenpoesie zum Neustarten 49
warten auf jakob

Das Lyrikprojekt zur Lutherdekade im Themenjahr 2015 in Kooperation mit Anton G. Leitner | DAS GEDICHT   Andreas Peters warten auf jakob aus dem 2 weltkrieg kommt keiner mehr zurück. babuschka wartet am donezker flughafen auf die durchsagestimme. rolltreppe an eine tragfläche gelehnt unterm rauchhimmel. auch die engel brauchen eine leiter, sagt sie im durchsagegebet, auch die fliegenden stewardessen von aeroflot.   © Andreas (Andrej) Peters, geboren 1958 in Tscheljabinsk (UdSSR), lebt in Bad Reichenhall.   Die Pausenpoesie im Archiv

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1 mann am kremlfenster

von Andreas Peters   sieht den widersacher stürzen. schließt die jalousetten & macht liegestützen. bei 50 steht er auf, geht aufs klosett. die spüle dämpft die sirenen. der moskwa-fluß hinterrücks bleibt stehn unter der brücke. schlägt hände überm kopf zusammen gleich einer zugbrücke in st. petersburg. versinkt vor scham unter den boden. baut tunnel richtung kremlgesims. dringt durch die roströhre ins badezimmer. lässt ausrutschen den herrn des schlosses in seiner scheiße. der schleppt sich in sein tarnbüro & schreibt paar zeilen an die mutter des rivalen & drückt somit sein beileid aus. wirft das telegramm aus dem kremlfenster in den […]

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traum, spitzrutenlauf

von Andreas Peters   maria iwanowna legt ihren sohn übers knie. versohlt ihm den hintern mit dem schwarzen gürtel. 1 schlag, sagt sie, für die krim, schlag 2 für lugansk, donezk. der andere für grosnij (vonwegen tschetschnja) der 4 für mariupol, 5 für kabul. es reicht, sagt waldimir spiridonowitsch, der vater, es reicht, vielleicht noch einen für MH 17 & eventuell für den untergang der kursk, des rubels & des ölpreises. abschreiben der Dr.arbeit, zu teure armbanduhr. für ljudmila, die herzensgute schwiegertochter. 12 schläge weniger einen. jetzt geh & mach deine hausaufgaben in der sewastopoler kommunalka*. teile bad & küche […]

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