»Europas Dichter und der Erste Weltkrieg« von Geert Buelens

rezensiert von Paul-Henri Campbell Geert Buelens »Europas Dichter und der Erste Weltkrieg« Die Kulturbürger Europas sollen sich glücklich schätzen: Von 2014 und 2019 dürfen sie fünf Jahre lang schwarz tragen, denn fast jeden Tag fällt einer ihrer Lieblingsdichter zum 100. Mal auf das erinnerungsgetränkte Feld der Ehre, fünf Jahre lang heiterschaurige Denkmäler der Grausamkeit. Geert Buelens präsentiert den Kriegskontinent Europa im Strudel seiner Widersprüche zwischen kosmopolitischer Vermischung der Mentalitäten und dem infantilen Chauvinismus der Nationalisten, zwischen globalem Dorf und nationalistischer Kloake. Diese Spannung ist in den Lyrikern der Zeit selbst schon angelegt: in ihren hybriden Biographien wie bei dem germanophilen […]

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