Lyrik-Revue – Folge 5: Buk und Beck

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Charles Bukowski steht als Unikum in der Lyriklandschaft da. Er wurde 1920 geboren, war ein Vielleser, kannte die wichtigen Werke der Poeten vor ihm, setzte sich mit verschiedenen Ausdrucksweisen auseinander, fand aber schon sehr früh seinen eigenen Ton. Als Sprachkünstler war er ein Einzelgänger. Als er 1994 starb, hatte er unbeschadet die Gedichte der Beatniks und der Hippies überlebt. Das hängt mit seiner Schreibe zusammen, die eng mit seinem Leben verbunden war: Von Frauen über […]

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Gedicht und Gehirn

von Annette Hagemann Raoul Schrott und dem Hirnforscher Arthur Jacobs zufolge lassen Gedichte das Gehirn in noch komplexerer (»dichterer«) Weise in Aktion treten als andere (prosaischere) Kunstformen, denn sie sprechen die Gehirnareale für Denken, Sprache, Bilder, Melodie und Rhythmik gleichermaßen an. Um ein Gedicht in seiner logisch-musisch-bildhaften Komplexität zu erfassen, muss man also alles anschmeißen, was man hat: Kirmes im Gehirn! Jedenfalls kann man, um ein Gedicht zu schreiben oder zu verstehen, seinen Verstand und sein Verständnis nicht einfach auf Standby laufen lassen. Und seien wir ehrlich: Genau deshalb lesen auch nur wenige Menschen Gedichte nach Feierabend. So lange in […]

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