Im babylonischen Süden der Lyrik – Folge 42: »UNESCO-JAHR DER ›INDIGENEN‹ SPRACHEN 2019 ODER VON ALEMANNISCHER, JIDDISCHER, NAHUATL- UND SORBISCHER BIS ZIMBRISCHER POESIE«

Im babylonischen Süden der Lyrik

Tobias Burghardt flaniert jeweils am 5. eines Monats auf DAS GEDICHT blog durch die südlichen Gefilde der Weltpoesie. In der Rubrik »Im babylonischen Süden der Lyrik« werden Sprachgemarkungen überschritten und aktuelle Räume der poetischen Peripherien, die innovative Mittelpunkte bilden, vorgestellt.   Was für einer bewundernswert grandiosen babylonischen und also poetischen Vielfalt gehören wir wirklich an! Als wäre es irgendwie nur schwierig vorstellbar oder eben doch auch geradewegs nicht: Ungefähr zweitausendsechshundertachtzig (2.680!) heimische Sprachen sind weltweit bedroht und können in naher Zukunft unwiderruflich verlorengehen. In gut neunzig Ländern leben etwa dreihundertsiebzig Millionen Menschen, die rund fünftausend ursprünglichen Kulturen in zirka viertausend […]

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