»Ich sehe noch Tellaro. Landschaften mit und ohne Cara« von Jürgen Bulla

Ich sehe noch Tellaro. Landschaften mit und ohne Cara

rezensiert von David Westphal Im Münchner Verlag scaneg erschien vergangenen Winter in der Edition Villa Q. Jürgen Bullas Gedichtband »Ich sehe noch Tellaro. Landschaften mit und ohne Cara«. Tellaro ist zwar auf dem von Christoph Hessel gestalteten Cover des 64 Seiten starken Buches nicht zu sehen – und Cara auch nicht – aber es schmückt den weißen Band mit einer künstlerischen Interpretation einer mediterranen Landschaft. Auf den ersten Seiten warten bereits zwei Überraschungen: Sozusagen als Unteruntertitel werden dem Leser die folgenden Gedichte als »poetischer Dialog« angepriesen mit der Widmung: »für Cara / mit und ohne Landschaft«. Der Autor macht es […]

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»Das Skelett des Moments« von Patrick Beck

"Das Skelett des Moments Gedichte" von Patrick Beck

rezensiert von David Westphal »Das Skelett des Moments« ist die dritte eigenständige Veröffentlichung des jungen Autors Patrick Beck. Der 96 Seiten starke Band versammelt in elegant weißem Einband mit roter Schrift und einem Abdruck der Unterschrift des Autors Momentaufnahmen in Gedichtform. Der Titel »Das Skelett des Moments« lässt verschiedene Erwartungen zu. Man könnte beispielsweise an das uralte Vorhaben vieler Dichter denken, einen Text dermaßen zu verdichten, dass mit nur wenigen Worten sehr viel mehr zum Vorschein kommt, als auf Textebene realisiert ist. Das Vorhaben gipfelt in den Überlegungen der Hauptfigur Des Esseintes in Huysmans Roman »Gegen den Strich«, welche sich […]

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»Schatten auf dem Weg durch den Bernsteinwald« von Wolfgang Hermann

rezensiert von David Westphal Wolfgang Hermann hat nach vielen Jahren wieder einen Gedichtband mit langem Titel veröffentlicht: Schatten auf dem Weg durch den Bernsteinwald. 2013 erschienen im österreichischen Limbus-Verlag, tritt der 120 Seiten starke Band in gebundener Ausgabe mit Lesebändchen auf. Der unscheinbare Druck auf dem Einband, der durchaus ansprechend ist, täuscht allerdings über die Leuchtkraft der darin enthaltenen Gedichte hinweg, wenngleich in blassem Gelb und dezentem Rot gehaltene Sternformen durchaus an Sonnen erinnern und nur unsere liebe Sonne es vermag, Schatten auf einen Weg zu werfen. Der Weg, von dem im Titel die Rede ist, muss als programmatisch für […]

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»Das Schweigen der Blätter« von Fritz Deppert

rezensiert von David Westphal Fritz Deppert ist im deutschen Literaturbetrieb gewiss kein unbeschriebenes Blatt und legt nach nunmehr dreizehn Jahren seinen neuen Gedichtband »Das Schweigen der Blätter« vor. Der im Neuen Literaturkontor erschienene Band ist mit 111 Seiten ein kompaktes, aber mit Gedichten voll bepacktes Buch in schlichtem Design: Schwarz auf Eierschalenweiß mit dezenter Doppelrahmung. Im Erscheinungsbild blitzt bereits ein Beleg für das fundierte Konzept der schweigenden Blätter durch. Die Gedichte sind in zwei Teile organisiert. Der erste Teil umfasst einen Jahreszyklus. Jahreszyklus, das klingt beinahe schon stereotyp und zu romantisch, doch das ist nicht der Fall. Was Deppert kreiert, […]

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»Vastehst me – Bairische Gedichte aus 40 Jahren«

rezensiert von David Westphal Neuere linguistische Forschung belegt: Die junge Generation der Bayern spricht keinen Dialekt mehr – und empfindet es als ein Defizit! Der Titel der Anthologie »Vastehst me« aus der edition lichtung, erschienen im lichtung verlag, legt gewissermaßen den Finger in diese Wunde. Die Herausgeber Eva Bauernfeind, Hubert Ettl und Kristina Pöschl versammeln darin gut 150 bayerische Mundart-Gedichte aus 40 Jahren von 50 Autoren. Der Sammelband möchte »einen Überblick über die zeitgenössische Mundart-Lyrik der altbaierischen Regionen« bieten – und in der Tat ist dem lichtung verlag damit ein singuläres Werk innerhalb der bayerischen Literaturlandschaft gelungen. Altbayerisch, das bedeutet: […]

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