Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 40: „EINE SCHLICHTE LIEBESERKLÄRUNG – PROSTÉ VYZNÁNÍ LÁSKY“

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   EINE SCHLICHTE LIEBESERKLÄRUNG – PROSTÉ VYZNÁNÍ LÁSKY Das Gedicht „Begegnung“ von Pavel Kukal erreichte mich bereits vor vielen Monaten und ich mochte es auf Anhieb. Formal traditionell und konsequent, inhaltlich schlicht und berührend, durch den […]

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Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 7: Poetisches Vermögen

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann.   Poetisches Vermögen […] der wald gräbt die tierschädel ein. Ich denke ans sterben und sehe das leben, wie es luftschlingen legt und mich näher an sich heranzieht, […] (Andreas Altmann, zwei leben, DAS GEDICHT 27, S. 13) Da wächst zusammen, was nicht zusammengehört, um sich als zusammengehörig zu erweisen: Ein Wald gräbt, ein Abstraktum […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 181: »eichen«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Fitzgerald Kusz eichen hölderlins eichbäume heute ihr könnd nix däfiä dassäs dou bei uns seid meä wäi achzg joä aushaldn mäißd ihr seid aa nix bessers wäi di andern baim ihr gräichd im fräihjoä neie bläddä und lassd achälä und bläddä falln im herbsd fiä däi wou eich eibflanzd hamm woäd ihr ämall di »arier« undä di baim di andern woän innern ned daidsch gnouch obbä ihr habd dou draff goä nix gehm ihr habd gmachd wos gmachn werrn mou ihr habd […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 158: »Am schönen Neckar«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Thomas Glatz Am schönen Neckar Am schönen Neckar, Wo de Floischkäswecke Schnurret. Heidanei! S isch halt nemme dees! Wo de Floischkäswecke Schnurret. Ha noi! Floischkäswecke, de wo schnurret? Ha, so a Overnompft! S isch halt nemme dees! S isch nemme alles am rechta Fleck! Noi! A Floischkäs und a Weck, Die zwoi gheret zamma Wie Essich ond Eel, Wie Pfeffer ond Salz, Wie Knäusle ond Rieble, Wie Äffle ond Pferdle. Abr dass se schnurret? Heidanei! Em Gegadoi! A, so a Overnompft!   […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 18: »Hymne an die Zweiheit«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Michael Hüttenberger Hymne an die Zweiheit Wonnig fühl’ ich meine warmen Ohren, Und vom Glühwein spür’ ich Trunkenheit, Hab’ beim Kaufen Tausende verloren: Meiner Gattin Unersättlichkeit. Weil zur Weihnacht bis zum letzten Scheine Not’ für Not’ mir mein Besitz entrann, Macht die rote Glut mich heut’ im Weine Mehr als du, geliebte Gattin!, an.   © Michael Hüttenberger, Stedesdorf / Darmstadt         »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der […]

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