edinburgher vogelschau

von Gerald Fiebig sie hatten einen berg in die stadt gebracht. darüber versuchte eine schwalbe, einen sommer zu machen. der wind trieb wiesen voller schafgarben vor sich her wie eine herde regenschleier unter wolkenlosem himmel, der mit turmspitzen festgepinnt wurde, damit er nicht wegfliegt wie jene möwe am holyrood palace um federbreite aus diesem gedicht.   © Gerald Fiebig, Augsburg

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komm

von Gerald Fiebig komm. wir suchen das weite in den weißen flecken des stadtplans vor unseren fenstern. komm. wir gehen weg an die unscharfen kanten am rand & den löchern der stadt wo die straßen die fassung verlieren & die züge ihr bett in die landschaft eingraben. komm. wir hören das gras durch die asphaltnarbe wachsen & die sportplätze in den kasernen. komm. wir spüren das glas zittern in den wänden der alten fabriken. komm. wir riechen den sommer im aroma heißer sägeblätter hinter dem druckwerk. komm. wir schmecken den regen im scharfen biss der kresse die du gesät hast. […]

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