Humor in der Lyrik – Folge 30: H.C. Artmann (1921 – 2000): »Med ana schwoaznn dintn«

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen. »… meine anliegen [sind] sprunghaft, meine sehnsüchte wie die windrose, im handumdrehen zufrieden, im handumrehen verdrossen, freund der fröhlichkeit, im grunde traurig […] … im kriege zerschossen, im frieden zerhaut … ein […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 86: »Wer dichten kann ist Dichtersmann«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Thomas Glatz Wer dichten kann ist Dichtersmann Wer dichten kann ist Dichtersmann Und hat ein grünes Verslein an Am Hut ein fesch’ Oxymoron Erkennt man ihn von Weitem schon An seinem Wams ein Quodlibet Dem Dichtersmann vorzüglich steht Ein Täschlein voll Schnurren, Anekdoten, Schusters Rappen voll Fußnoten Wer dichten kann ist Dichtersmann Man sieht es ihm von Weitem an   © Thomas Glatz, München     »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum […]

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Wiedergelesen – Folge 1: »ein lilienweißer brief aus lincolnshire« und »gedichte von der wollust des dichtens in worte gefasst von H. C. Artmann«

Dr. Erich Jooß. Foto: Volker Derlath

Literatur ist vergänglich, auch wenn sie sich, wie jede Kunst, gegen ihre Vergänglichkeit zur Wehr setzt. Trotzdem entschwinden Bücher in Archivbibliotheken. Auf einmal gehören sie nicht mehr zu unserem Erfahrungshorizont. Erich Jooß stellt an jedem 15. des Monats vergessene Lyrikveröffentlichungen in seiner Rubrik »Wiedergelesen« vor, die bewusst unsystematisch angelegt ist. Entdeckerfreude und persönliche Vorlieben sind ihm als Kolumnist von DAS GEDICHT blog wichtiger als literaturhistorische Zensuren.   Ich gestehe, dass ich vor dickleibigen Büchern eher zurückschrecke. Deshalb stand der mehr als 500 Seiten starke Band »ein lilienweißer brief aus lincolnshire« trotz seines verlockenden Titels längere Zeit ungelesen im Regal. 1969 bei Suhrkamp erschienen, versammelt […]

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