Im babylonischen Süden der Lyrik – Folge 5: »SÄTZE AM NECKAR: DER GUATEMALTEKISCHE MAYA-DICHER HUMBERTO AK‘ABAL«

Im babylonischen Süden der Lyrik

Tobias Burghardt flaniert jeweils am 5. eines Monats auf DAS GEDICHT blog durch die südlichen Gefilde der Weltpoesie. In der Rubrik »Im babylonischen Süden der Lyrik« werden Sprachgemarkungen überschritten und aktuelle Räume der poetischen Peripherien, die innovative Mittelpunkte bilden, vorgestellt.   Unsere Koordinaten lauten: Bogotá, Medellín, Tokyo, Stuttgart, Malmö, Bremen, Oldenburg, Dresden, Stuttgart, Rotterdam, Zürich. Dazu gehören einige Cafés, Festivals, Telefonate, Gespräche, Blätter, Spaziergänge, Fahrten, Schreibereien, Übertragungen, Wörter, Pläne, Abschiede, Büchersendungen, Stifte, Freuden, Gläser Honigwein, Holztreppen, Chilischoten, Lachsalven, Papiere, Weisheiten, Wartezeiten, Maiskolben, Witze, Distanzen, Fotos, Blicke, Begrüßungen.   Dein ursprünglicher Name ist doch eigentlich Kaqulja Ak’abal und bedeutet in der […]

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Im babylonischen Süden der Lyrik – Folge 4: »SÄTZE AM STRASSENRAND: AVES DE PASO – ZUGVÖGEL (JOSÉ EMILIO PACHECO)«

Im babylonischen Süden der Lyrik

Tobias Burghardt flaniert jeweils am 5. eines Monats auf DAS GEDICHT blog durch die südlichen Gefilde der Weltpoesie. In der Rubrik »Im babylonischen Süden der Lyrik« werden Sprachgemarkungen überschritten und aktuelle Räume der poetischen Peripherien, die innovative Mittelpunkte bilden, vorgestellt.   Vorgestern kam er in den Lärm, die Stadt, das Gedränge. Unverhofft treffen wir ihn heute. Er sitzt am Boden, trägt Hut und Hornbrille, einen weißen Schnäuzer mit gepflegtem Stoppelbart, einen Pullover aus dunkelbrauner Schafswolle, eine olivgrüne Filzhose und gefütterte Trappermokassins aus nur einem Lederstück. Er ist kein Steinzeitmensch, hat keine Blindenbinde, keinen Stock am Arm, verkauft auch keine Streichhölzer, […]

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Im babylonischen Süden der Lyrik – Folge 3: »LAS HUELLAS DEL POEMA EN EL AGUA: BRIEF AN JUAN GELMAN«

Im babylonischen Süden der Lyrik

Tobias Burghardt flaniert jeweils am 5. eines Monats auf DAS GEDICHT blog durch die südlichen Gefilde der Weltpoesie. In der Rubrik »Im babylonischen Süden der Lyrik« werden Sprachgemarkungen überschritten und aktuelle Räume der poetischen Peripherien, die innovative Mittelpunkte bilden, vorgestellt.   … y un miauuu cariñoso para Löttchen de parte de un tipo que ama a los gatos, Juan Queridísimo Juan, Löttchen nahm Dein »herzliches Miauuu eines Typen, der die Katzen liebt«, blinzelnd entgegen und räkelte sich in der Sonne, die durch das Fenster auf ihr Fell strahlte. Inzwischen ist auch der blätterlose Holunder zurückgeschnitten worden. Nicht alles erreicht man […]

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»Die großen Gedichte sind immer aktuell« – Lyrik mit Pep: Guardiola liest Martí i Pol

Pep Guardiola bringt Poesie auf die Bühne: ein Abend für Miquel Martí i Pol im Literaturhaus München. Foto: Jan-Eike Hornauer

ein Bericht von Jan-Eike Hornauer München. Was für ein Gewusel im Literaturhaus am Dienstagabend: Der Saal ist voll besetzt (wie erwartet, denn schon seit Wochen ist die Veranstaltung ausverkauft), Kameraleute, Fotografen, schreibende und tippende Journalisten sind in reicher Zahl vertreten, die Organisatoren und PR-Leute kümmern sich emsig und mit noch etwas angespanntem Siegerlächeln um Publikum, Auftretende, Pressemeute. Es ist unüberseh-, unüberfühlbar: Hier steigt ein besonderes Event! Was es gibt? Lyrik. Noch dazu von einem Katalanen, der überdies auch noch tot ist – und mithin kaum selbst seine Verse vortragen kann. Aber wie passt das zusammen, all dieser Rummel – und […]

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