Neugelesen – Folge 26: Karl Krolow »Landschaften für mich. Neue Gedichte«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Wer kennt Karl Krolow? Leserinnen und Leser über fünfzig aller Wahrscheinlichkeit nach. Leserinnen und Leser darunter nur vielleicht. Und alle unter dreißig vermutlich nur, wenn sie sehr Lyrikbegeistert sind. In der Folge 8 meiner Kolumne Neugelesen habe ich Karl Krolows unter dem Pseudonym Karol Kröpcke verfassten, bürgerlichen Gedichte vorgestellt. Seine bürgerlichen […]

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Neugelesen – Folge 19: Johann Wolfgang von Goethe »West-östlicher Divan«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Dem regelmäßigen Leser dieser Kolumne dürfte nicht entgangen sein, dass es in der letzten Folge Neugelesen auch um einen Divan ging: Der Diwan des persischen Dichters Mohammed Schemsed-Din Hafis. Freilich ist das kein Zufall. Johann Wolfgang von Goethe kannte Hafis Gedichte sehr genau und sah in ihm eine verehrte Größe: „Und […]

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Neugelesen – Folge 8: Karol Kröpcke: »Bürgerliche Gedichte«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Ganz schön heiß hier. In diesem Sommerloch. Macht der Punkt etwas Unanständiges mit diesen beiden Teilsätzen? Wer wird nun schon an etwas Schmutziges denken? Der Anton G. Leitner Verlag muss jedenfalls keine Angst davor haben, dass meine kleine (Nicht-?) Schweinerei dem Unzüchtigkeitsparagraphen 184 des StGB zum Opfer fallen könnte. Ganz im […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 62: »Puzzle zwei«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Helmut Glatz Puzzle zwei Lösche aus dein Licht. Der wache Schatten, der den Kalk zerfrisst, war Gast unter meinem Dache, das aus schwarzem Honig ist. Segelschiffe und Gelächter (nur der alte Brunnen tönt) sind vergangen wie ein schlechter Gast, der an den Ton gewöhnt. Wie ein Schatten auf der Mauer geht die Unruh um das Haus. Unauflöslich bleibt die Trauer, Plätschern setzt auf einmal aus. Kartenschlagende Matrosen stehn vollzählig überm Land, Tabak rieselt in die losen Brunnen aus der hohlen Hand.   […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 61: »Puzzle eins«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Helmut Glatz Puzzle eins Lösch aus dein Segelschiff und schlaf! Das ewig wache Gelächter nur des alten Goldes tönt. Wer aber Bart war unter meinem Atem, hat sich stets bald an diesen Mund gewöhnt. Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten im Schatten bist, dass Mauern gehn ums Haus. Der Kalk beim Brennen knirscht von harter Trauer, der schwarze Honig bleibt auf einmal aus und du erwachst, dann musst du nicht erschrecken! Die Lichter stehn vollzählig überm Land, und nur […]

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