Markt und Marginal

(oder durch Brille eines Wirtschaftslehrelehrer betrachtet) von Maik Lippert   Verspüren Sie ein existenzielles Bedürfnis nach Gedichten? Stehen bei Ihnen Lyrikzeitschriften und Gedichtbände ganz oben auf dem Einkaufzettel am Kühlschrank? Und wie viele zahlungskräftige Personen sind es denen es genauso so geht? Das ist das Einzige, was die auf Adam Smith zurückgehende Metapher der unsichtbaren Hand des ›freien‹ Marktes auf der so genannten Seite der Nachfrage meint. Wenn der Markt der Treffpunkt von Angebot und Nachfrage, dann ist eine klare Arbeitsteilung vorausgesetzt. Es gibt Menschen, deren Beruf es ist eine bestimmtes Gut zu produzieren und anzubieten, und andere Menschen, die […]

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Maik Lippert: IM RAUCHGLAS DES HIMMELS ÜBERM GEWERBEGEBIET. Gedichte 1990 – 2005.

Mit Fotografien von Göstav Dirk Steglich. Edition Thaleia (www.edition-thaleia.de), St. Ingbert 2007. 145 Seiten, € 13,- Anton G. Leitner – Es gibt schon »zu viele dichter / mit sehnsucht / nach der notaufnahme«, aber wer wie Maik Lippert seine Kindheit und Jugend in Kleinfahner bei Erfurt verbracht hat und später Ökonomie in Moskau studierte, gehört sicher nicht zu dieser Spezies. Er musste zuallererst einmal den sozialistischen Alltag bewältigen, d. h. (Über-)Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs »organisieren«. Trotz solcher zeitraubenden Aufgaben hat sich Lippert als Held des Alltags Humor und Sprachwitz bewahrt und zeigt ein erstaunliches Organisationstalent auch im […]

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