Mundartfestival – Dialektrausch am bayrischen Abend mit Oppler, Leitner und Eckl im Schloss Ettlingen

Freitag, 15. Februar 2019, 20:30 Uhr Schloss Ettlingen, Epernaysaal Schlossplatz 3, 76275 Ettlingen VVK 15,00 / 16,50 €; AK 17,50 / 19,00 €; Festivalpaket für alle drei Mundartfestival-Abende: VVK 37,00 / 41,00 € Zum bayrischen Abend lädt die Stadt Ettlingen am Freitagabend in den Epernaysaal ihres zentral gelegenen Schlosses. Unter dem Motto »Dialektrausch«, unter dem die Stadt außerdem auch einen schweizerischen und einen hessischen Abend ausrichtet, sind im Rahmen des Mundartfestivals nun Wolfgang Oppler, Anton G. Leitner und Helmut Eckl zu erleben. Den Dialekt auch im Schriftlichen zu pflegen, ist ihnen allen ein Anliegen. Schließlich lassen sich mit ihm die […]

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Eingestreute Kritik: Matthias Kehles Gedichtband »Ausgelassene Schweigeminute«

Feine poetische Widerhaken   Wenn man Rezensionen zu den Gedichtbänden von Matthias Kehle liest, so stößt man innerhalb der zumeist positiven Besprechungen auf einen eigenartigen Argumentationsstrang. Allenthalben wird der karge, lakonische Stil von Kehle gelobt, die scheinbar spröde Wahrnehmung, das oft scheinbar abgebrochene, wie ein sprachlicher Reststumpen stehengelassene Ende der Gedichte, das den LeserInnen viel Spielraum für eigene Assoziationen lasse. Im Deutschlandradio hieß es gar: „In den Gedichten selbst sind es gerade die Lücken und Leerstellen, die produktiv werden.“ Es scheint also das Unausgesprochene zu sein, was bei den Rezensenten Wirkung hinterlässt. Man kann bisweilen den Eindruck gewinnen, Matthias Kehle […]

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Meister des bewusst Ungeschriebenen: Matthias Kehles deutsch / rumänischer Gedichtband »Fundus«

rezensiert von Hellmuth Opitz Wer Matthias Kehle von seinen Erzählungsbänden und den zahlreichen Sachbüchern kennt oder wer ihn in den sozialen Medien, in Zeitungsartikeln, Leserbriefen, Kommentaren erlebt, der stößt auf einen temperamentvollen Zeitgenossen: hellwach, streitbar, meinungsstark. Seine Gedichte hingegen kommen erstaunlich wortkarg, fast verschwiegen daher. Nur auf Nichtgesagtes ist jetzt noch Verlass, scheinen die Gedichte permanent sagen zu wollen. Etwas Verletzliches strahlen diese Gedichte aus, hinter dem Schönen scheint Schrecken zu lauern. Das signalisieren auch die Gedichtbandtitel »Drahtamsel« und »Scherbenballett«, aus denen sich diese Gedichtsammlung vornehmlich speist. In diesen Titeln sind das Filigrane und das Gefährliche untrennbar miteinander verbunden. Die […]

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Verse für den Gaumenkitzel – Folge 67: »Café Isetta«

Verse für den Gaumenkitzel

Die begleitende Netz-Anthologie zu DAS GEDICHT 23, zusammengestellt und ediert von Kerstin Hensel und Anton G. Leitner   Matthias Kehle Café Isetta Ein Mann mit Rollator schaut Bauarbeitern zu ein paar Brocken Russisch telefoniert eine Mutter mit Kind zu leicht bekleidet für Oktober der Sommer verlaufen ohne die Mädchen übten Lichtverzicht so ganz allein nur Kaffee und Zuckergäste   © Matthias Kehle, geboren 1967 in Karlsruhe, lebt dort. »Verse für den Gaumenkitzel« im Archiv

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»Nad Střechami Světlo | Über den Dächern das Licht« von Klára Hůrková (Hrsg.)

rezensiert von Paul-Henri Campbell Klára Hůrková (Hrsg.) »Nad Střechami Světlo | Über den Dächern das Licht« Ach, freut man sich denn nicht in Europa, wenn einmal nicht abgehört, sondern zugehört wird; wenn strategische Eingriffe in die Sprache keine einseitigen Gesten der Überzeugung und des Überredens darstellen, sondern Dialoge, die sich in der unfassbaren Konkretheit der Poesie vollziehen? Die in Prag geborene Dichterin Klára Hůrková lebt in Aachen. Solche Biographien sind immer Glücksfälle. Sie übersetzt aus dem Tschechischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Tschechische. Bereits 2007 stellte sie eine Anthologie tschechisch-deutscher Texte zusammen: »Sbírka klíčů | Schlüsselsammlung«. Sieben Jahre […]

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