Unwirksame Zaubersprüche: »Lyrik von Jetzt 3: Babelsprech«

Max Czollek, Michael Fehr und Robert Prosser (Hrsg.): Lyrik von Jetzt 3: Babelsprech

rezensiert von Hellmuth Opitz Anthologien zu rezensieren, ist eine undankbare Aufgabe. Man wird in eine Rolle gezwungen, die der eines Weinkritikers nahekommt, der etwas Allgemeines über einen Weinjahrgang sagen soll. In dieser Rolle gehen manche Kritiker allerdings gern auf. Beim aktuellen »Jahrbuch der Lyrik 2015« schnalzten sie mit den Hosenträgern und verrissen diese von Nora Gomringer mitedierte Anthologie rundweg als misslungen. Heike Kunert empfahl in der ZEIT, dann »lieber Einkaufszettel« zu lesen. Auch Ko-Herausgeberin Nora Gomringer hatte sich vorsichtshalber im Nachwort vom Inhalt abgesetzt, indem sie meinte, dass man halt mit dem Material arbeiten müsse, das einem vorliege. Also wenig […]

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»Druckkammern« Max Czollek

rezensiert von Paul-Henri Campbell Max Czollek »Druckkammern« Sein Debütband heißt »Druckkammern« (2012) und das Verlagshaus J. Frank (Berlin) wird sich noch lange auf die Schultern klopfen können, diesen bemerkenswerten Dichter entdeckt zu haben. Max Czollek ist 1987 in Berlin geboren und begründete das Kollektiv G13 mit. Ich möchte die »Druckkammern« in drei Leserichtungen diskutieren: 1) das Gedicht als Druckkammer?; 2) Stilbrüche; 3) Herkünftigkeitsdialoge. Das Gedicht als Druckkammer Ist das Gedicht als Druckkammer möglich? Ein Instrument, das man dazu einsetzt, die Druckverhältnisse zwischen Innen und Außen, zwischen Heute und Gestern, zwischen Ich und Du auszugleichen. Nun ist, spätestens seit der frühen […]

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