LYRIK-REVUE FOLGE 21: Flickernd und voller Sprünge – „poetry / film“

Auszeichnungen, Institutionen, Konferenzen, Lesungen, Poesie im Feuilleton und Lyrik-Neuerscheinungen: Nicola Bardola kommentiert und präsentiert am 20. eines Monats Bemerkenswertes aus der Welt der Verse.   Die Struktur des Buches „poetry / film“: Zunächst ein langer mit Fotos illustrierter Aufsatz (ca. 25 Seiten) des Herausgebers Andreas Altenhoff (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) und Leiter des Projekts „poetry / film“) betitelt „Eine Korrespondenz zwischen den Künsten“. Danach neun Gedichte und dazu Hinweise auf deren Verfilmungen, illustriert jeweils mit Film-Stills, dazu Texte der Regisseure und Texte der Dichter, die ihrerseits auf die Verfilmungen ihrer Gedichte reagieren (ca. 30 Seiten). […]

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Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 17: UMFLOCHTEN VOM ORT

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   UMFLOCHTEN VOM ORT Übersetzen bedeutet immer auch interpretieren, heißt es. Manchmal gelingt es nicht, das Bildhafte wie das Klangliche eines Gedichts gleichermaßen adäquat zu übertragen. Worauf soll der/die Übersetzende verzichten, was muss er oder sie […]

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Alchemistin der Sprache: Sina Kleins Gedichtband »narkotische kirschen«

Sina Klein: narkotische kirschen

rezensiert von Hellmuth Opitz Bei Sina Kleins Gedichten sehe ich rot. Nicht aus Wut oder Ärger, nein, die Gedichte haben für mich einfach diese Farbe. Diese Wahrnehmung hat auch nichts mit synästhetischer Begabung meinerseits zu tun, sie lässt sich ganz einfach an den Bildern diese Poesie festmachen: »eingekeilter blutfink meiner rippen,/ kernbeißer. bei nacht zieht er nektar/ klinkt sich ein und trinkt vom scharlachtraum/sich zu verdoppeln.« heißt es im Gedicht »within«. Hier wird eine Herzenssache mit Metaphern besungen, die neben ihrem Gefiedertsein die Farbe Rot in den Mittelpunkt stellen, ohne sie zu benennen. Den Wiener Klever Verlag scheinen ähnliche Assoziationen […]

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