Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich, Folge 45: »Deutschland – Slowakei«

Die Lyriker-Mannschaft von DAS GEDICHT blog mit Kapitän Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-EM unterm Eiffelturm

 

Jan-Eike Hornauer

Deutschland – Slowakei
Achtelfinale – Endstand 3:0

Herrlich schön mit anzusehn,
wie sie Chance um Chance erspielten,
Tor um Tor um Tor erzielten,
ihren Kasten sauber hielten.
Jungs, so kann es weitergehn!

Nur der Haken: Die Slowaken
sind halt keine Italiener.
Aber gibt’s denn einen, den er,
Jogi, unser Meistertrainer,
fürchten muss? Ach, Stuss! Erschraken

doch gerade noch all jene,
die der Elf begegnen können:
Wie die Jungs einander kennen,
wie sie füreinander rennen,
was sie sich nicht alles gönnen,
(Höwedes sei hier zu nennen!).
Eine lange schöne Szene,

dies Turnier! Es geht ja hier
stetig weiter steil nach oben,
Mann, man muss die Leistung loben
und den Geist. Und nichts zum Toben!
Titel Nummer vier scheint schier

greifbar nah. Und diesmal, klar,
werden jene in Azur
(Schreckensgegner von Natur,
heuer aber hier: Zäsur)
weggefegt! Hipp, hipp, hurra!

 
© Jan-Eike Hornauer, München

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Die EM 2016 lyrisch zu kommentieren, und dies schnell und in doppeltem Sinne fachkundig (mit poetischem und fußballerischem Verstand), mit Witz und Eifer, voll Leidenschaft und auch mal mit distanziertem Blick, dies hat sich das Lyriker-Team um Kapitän Jan-Eike Hornauer zum Ziel gesetzt. Es besteht aus: Michael Hüttenberger, Hellmuth Opitz, Michael Augustin, Alex Dreppec und Matthias Kröner. Und damit durchgängig aus bewährten poetischen Fußball-Kommentatoren: Sie alle waren bereits in der Lyriker-Elf von DAS GEDICHT blog dabei, die vor zwei Jahren den Weg der deutschen Nationalmannschaft zum vierten Stern auf dem Versfuß begleitet hat, spielerisch, euphorisch, kritisch – und mit einer Mannschaftsstimmung, wie man sie sich besser nicht wünschen kann. Und sie alle haben sich blitzschnell dazu bereit erklärt, auch heuer wieder ihre Kugelschreiber rollen zu lassen bzw. am Laptop ihre Silben knallhart in die Ecken der weißen Blätter zu hämmern. Kein Zögern gab es und keine Absage. Der Teamgeist von 2014 ist immer noch da – bei uns und gewiss auch bei den Jungs aus der DFB-Elf. Mögen dort auch einige Spieler durch neue ersetzt worden sein, und mag unser Team zum »kleinen« Turnier auch mit kleinerer Besetzung auflaufen.

Alle bereits geposteten Folgen von »Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich« finden Sie hier. Und selbstverständlich können Sie auch nach wie vor den kompletten Weg zum vierten WM-Titel poetisch nachvollziehen, und zwar hier: »Vom Leder gezogen – zur Fußball-WM 2014 in Brasilien«.

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