Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich, Folge 51: »Deutschland – Italien oder: Wenn wir das Spiel verloren hätten …«

Die Lyriker-Mannschaft von DAS GEDICHT blog mit Kapitän Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-EM unterm Eiffelturm

 

Michael Hüttenberger

Deutschland – Italien
oder: Wenn wir das Spiel verloren hätten …

Italien, oh du Land der Träume, Land des Lichts,
Italien, deine Himmel, strahlender Azur.
Warum, Italien, sag es mir, verlier’n wir nur
und steh’n nach solchen Spielen ewig vor dem Nichts?

Italien, Albtraum, ach, du brichst mein Fußballherz.
Italien, Land, wo uns’re Hoffnungen verblüh’n,
und fruchtlos bleibt dies unser stetiges Bemüh’n.
Ob EM, WM, der finale Abschiedsschmerz.

Na gut: Buffon, Barzagli, Motta und Bonucci.
Doch wir sind: Neuer, Hummels, Özil, Boateng,
genauso routiniert und jünger. Dennoch: Peng!

Der Titeltraum zerplatzt, wie eine Seifenblase.
Ihr alten Männer, kommt, versetzt uns in Ekstase
und holt den Cup! Italia: Veni, vidi, vici!

 
© Michael Hüttenberger, Stedesdorf / Darmstadt

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Die EM 2016 lyrisch zu kommentieren, und dies schnell und in doppeltem Sinne fachkundig (mit poetischem und fußballerischem Verstand), mit Witz und Eifer, voll Leidenschaft und auch mal mit distanziertem Blick, dies hat sich das Lyriker-Team um Kapitän Jan-Eike Hornauer zum Ziel gesetzt. Es besteht aus: Michael Hüttenberger, Hellmuth Opitz, Michael Augustin, Alex Dreppec und Matthias Kröner. Und damit durchgängig aus bewährten poetischen Fußball-Kommentatoren: Sie alle waren bereits in der Lyriker-Elf von DAS GEDICHT blog dabei, die vor zwei Jahren den Weg der deutschen Nationalmannschaft zum vierten Stern auf dem Versfuß begleitet hat, spielerisch, euphorisch, kritisch – und mit einer Mannschaftsstimmung, wie man sie sich besser nicht wünschen kann. Und sie alle haben sich blitzschnell dazu bereit erklärt, auch heuer wieder ihre Kugelschreiber rollen zu lassen bzw. am Laptop ihre Silben knallhart in die Ecken der weißen Blätter zu hämmern. Kein Zögern gab es und keine Absage. Der Teamgeist von 2014 ist immer noch da – bei uns und gewiss auch bei den Jungs aus der DFB-Elf. Mögen dort auch einige Spieler durch neue ersetzt worden sein, und mag unser Team zum »kleinen« Turnier auch mit kleinerer Besetzung auflaufen.

Alle bereits geposteten Folgen von »Vom Leder gezogen – zur EM 2016 in Frankreich« finden Sie hier. Und selbstverständlich können Sie auch nach wie vor den kompletten Weg zum vierten WM-Titel poetisch nachvollziehen, und zwar hier: »Vom Leder gezogen – zur Fußball-WM 2014 in Brasilien«.

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