Vom Leder gezogen – zur WM 2014 in Brasilien, Folge 82: »Wi sünd Dütschland«

Die Lyriker-Elf von dasgedichtblog unter Leitung von Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-WM am Zuckerhut

 

Michael Augustin

Wi sünd Dütschland*

I.

Mein Gott,
was sind wir doch
sympathisch.

(Das Spiel
so ganz und gar
nicht statisch.)

Und, ach,
vor aller Welt
empathisch.

 
II.

Ich will den Sieg
ja nicht entschönen.

Und mich auch gern
daran gewöhnen.

Doch warn ich
vor dem Eigenlob,

an dem sich
mancher schon verhob!

 
III.

Zu viel Eigenbauchgepinsel
endet meistens in Gewinsel.

 
© Michael Augustin, Bremen

 
*Plattdeutsch für »Mia san Deutschland«

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Die WM 2014 in Brasilien ausführlich zu kommentieren, und zwar meinungsstark und ästhetisch anspruchsvoll, substantiell und schnell, mit klarem Fokus auf die Spiele selbst (und unter ihnen freilich besonders die mit deutscher Beteiligung), doch auch Randaspekte und Abwegigkeiten nicht missachtend – das ist das Ziel der Dichtermannschaft von dasgedichtblog um Kapitän Jan-Eike Hornauer, bestehend aus: Michael Hüttenberger, Alex Dreppec, Anton G. Leitner, Hellmuth Opitz, Michael Augustin, Paul-Henri Campbell, Michael Sailer, Franziska Röchter, Melanie Arzenheimer und Matthias Kröner. Alle bereits im Blog geposteten Folgen von »Vom Leder gezogen – zur WM 2014 in Brasilien« finden Sie hier.

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