»Old Glory« von Heinrich Detering

rezensiert von Paul-Henri Campbell

»Old Glory« von Heinrich DeteringHeinrich Detering: »Old Glory«

»wasp-waisted, they doze over muskets
and muse through their sideburns«
(Heinrich Detering: For the Union is Dead)

»OId Glory« ist ein Kosename für die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika. Obschon die Flagge ursprünglich in Salem (MA) hergestellt und während des Sezessionskriegs als Banner der Unionstruppen verwendet worden ist, ist »OId Glory« ein Symbol für die nationale Einheit durch alle Diskontinuitäten, Widersprüche, Triumphe, durch alle busts and bangs hindurch. Das Smithsonian hütet heute »OId Glory« wie der Trierer Dom die Tunika Jesu Christi (Heiliger Rock). Ich lese Deterings Titelwahl als eine Art poetologische Weichenstellung.

Das Büchlein »Old Glory« (Wallstein Verlag, 2012) präsentiert 50 Gedichte in fünf Sektionen zu je 10 Texten, von denen Tao downtown und Schlangenberg aus zwei bzw. drei Abschnitten bestehen. Vielleicht könnte man dieses Arrangement als (nahezu) analog zu den Sternen im Sternenbanner betrachten, in dem ein Stern jeweils für einen Bundesstaat steht. Die Gedichte, die unter diesem Titel zusammengeführt sind, sind thematisch äußerst heterogen und von einem starken qualitativen Gefälle geprägt. Auch hier lese ich ein Analogon zu »Old Glory« bzw. der amerikanischen Zivilisation.

Das kryptische Motto, das Detering wählt, erzeugt noch zusätzliche Patina und unterwirft das Sammelsurium an Gedichten – neben dem Titel – einer weiteren Strategie einer rezeptionslogischen Harmonisierung und Zuspitzung. So ist jedenfalls meine Lesart – man braucht sie nicht zu verfolgen. Das Motto ist von Shakespeare und dem Sonnet 88 entnommen: »That thou in losing me shalt win much glory: / And I by this will be a gainer too«.[1]

Betrachten möchte ich Deterings Lyrikband unter drei Gesichtspunkten: 1) In der Intimität des Ichs; 2) Gedichte und Gedanken; sowie 3) »Old Glory« – der Dichter als Vielgewanderter. Der Umstand, dass wir womöglich Heinrich Detering als Literaturwissenschaftler sehr bewundern, muss uns gegenüber seiner Poesie keineswegs skeptisch stimmen.

In der Intimität des Ichs

Das Gedicht Flussgras beginnt im schmucklosen Stil des Berichts: »als ich auf dem Li-Fluss die Füße vom / Bambusboot ins kühle Wasser tauchte / als ich den Buddhafelsen erblickte / gespiegelt im jadegrünen Wasser / als der Wasserbüffel mir entgegen« – dann mit dem letzten Vers dieser ersten Strophe nimmt es eine surreale Wendung – »schwamm Flussgras kauend wie ich mein Reisbrot«. Zwischengeschaltet nun zwischen der ersten und dritten Strophe (beides reimlose Sestinen) folgt ein Dreizeiler, der den vorangegangenen Moment der Inspiration als solchen bezeichnet: »und mir die Verse in den Sinn kamen / vom Lauf des fließenden Wassers und vom / Schwimmen Gottes in Seen und Flüssen«.

Und nun kommt das Gedicht Flussgras von seiner Rahmung los und bringt das zur Sprache, wovon es nur bildlich zu sprechen vermag: »da hatte ich für einen Augenblick / die Kiesbänke vergessen die weiten / Kiesbänke zwischen uns hier im Wasser und Bambuswald und dem Buddhafelsen / die jedes Jahr weiteren Kiesbänke / den weiten endlosen trockenen Kies«. Die Stimme manifestiert sich in der skripturalen Gestalt des Gedichts ohne Interpunktion; sie fließt.

Die Themen, die Strophe 1 und 3 spiegeln, sind invertiert: das Bambusboot, worauf das einsehende Subjekt treibt, ist erkannt als die statische Stofflichkeit des Bambuswaldes, der hinter den Gestaden wächst; der Buddhafelsen, woran sich das »Erblicken« ereignete somit die Einsicht – »die Verse in den Sinn« – herbeiführt … dieser Buddhafelsen ist nun »vergessen«; das »jadegrüne Wasser« kontrastiert die Zeitlichkeit auf den sandigen »Kiesbänken«. Dazwischen, wie gesagt, im scharnierartigen Dreizeiler »Schwimmen Gottes in Seen und Flüssen«. Die Genese poetischer Imagination, die hier eingangs privatistisch inszeniert ist, wird hier als Text performiert und öffnet sich nun zur kosmischen Schau. Das Gedicht beginnt mit »als ich«. Syntaktisch könnte man dieses »ich« sehr leicht mit einem »ob« ersetzen, sodass der Eingang im Modus des uneigentlichen Sprechens, also dem Gleichnis, mit »als ob« begänne. Anstelle des Gleichnisses steht aber das »ich«.

Man mag die Einsicht, die in diesem Gedicht geschieht, als trivial einstufen, in der poetischen Ausführung jedoch – und auf die kommt es an – lässt sich aber gewiss festhalten, dass hier ein Gedicht gelungen ist, das kosmische Inspiration subjektiviert, auch privatisiert und in der Tonlage der confessional poets (etwa Robert Lowell) ausführt. Dieser Umgang mit der Intimität, gebrochen mit der skripturalen Produktion (hier: »Verse«) findet sich in Heinrich Deterings Buch an einigen Stellen. Oft sind dies die schönsten Gedichte, die der Band vorzuweisen hat.

Ein weiteres Beispiel wäre in diesem Zusammenhang das Gedicht Kilchberg: »täglich andere Ängste / und immer dieselbe Angst / die erste die letzte die längste: / dass du nicht langst // dass du nie genug bist / dass du nie genügst / dass deine Sicherheit Lug ist / dass du lügst // Angst vor offenen Plätzen / Gier nach dem eigenen Platz / nachts das alte Entsetzen / morgens der nächste Satz«. Es ist offensichtlich, dass die Poetizität hier durch eine stärkere klangliche Durchbildung der Sprache erreicht wird als im oben besprochenen Gedicht Flussgras. In Kilchberg haben wir das Geklingel der Kreuzreime sowie eine Dramaturgie der Wiederaufnahmen (etwa »dass« oder »nie« oder »du«), die sich zur Qualifizierung der Angst im letzten Quartett steigert. Wenn wir erlauben, dass das Sonnet nicht auf altitalienische Normen festgeschrieben sei, sondern von der Proportion eines Gedankens lebt, denke ich, wären diese zwölf Verse als ein Beispiel des zeitgenössischen Sonetts auszumachen (was nichts außergewöhnliches ist, aber immerhin). Ich finde das Gedicht bemerkenswert, weil es ein Eingeständnis vorführt, womit sich deutsche (maskuline) Lyriker meines Erachtens schwertun: die Inszenierung eines Einbüßens der Souveränität, der eigenen Verletzlichkeit. Ähnlich funktionieren zum Beispiel die Gedichte Limbus oder Ruhe.

Gedichte und Gedanken

Im Gegensatz zu Poetiken, die stärker der Linguistik verpflichtet zu sein scheinen (etwa Ulrike Draesner oder Eleni Sikelianos[2]), also die Materialität des Textflusses (»der Sprache«) in eine starke Spannung zur Lesbarkeit oder Interpretierbarkeit der Gedichte stellen, liegt mit »Old Glory« eine Sammlung vor, die die kulturalistische Wende deutlich vollzieht.

Deterings Gedicht wird so zum Ziborium thematisch zugespitzter Interpretationen von Welt. Artefakte (etwa Keplers Grabschrift), anekdotisches Material aus der Religionsgeschichte, sorbische Sagen, chinesische Poesie, historische Orte (das Schlachtfeld von Jena und Auerstedt; Lemberg; Kapernaum), medienhistorische Konkreta (z. B. Fox News) und viele weitere Elemente, die nur durch kulturelle Rahmungen (frameworks) verständlich sind, fließen in Deterings Poesie ein. Glücklicherweise fügt Heinrich Detering eine Seite mit kurzen Erläuterungen an. Der Prozess der Poetisierung sodann bricht diese Elemente ironisch oder eignet sich diese subjektivierend an, indem sie ins Verhältnis zu der urteilenden bzw. wertenden Instanz des lyrischen Subjekts gesetzt werden. Sie erfahren eine ästhetisierende Situierung im Gedicht.

Nehmen wir zur Illustration das Gedicht im Gouverneursmuseum. Es besteht aus vier Strophen (4/3/3/4). Es setzt mit einer Art Exposition ein: »die Stuttgarter Möbel-Manufactur / fertigte im Jahr neunzehnhundertvier / Bett und Schreibtisch für den Gouverneur der / Kaiserlichen Kolonie in Tsingtau«. Dieser Umstand aus der Wirtschaftsgeschichte ist eigenartig, auch exotisch genug, um unsere Neugier zu erwecken. Es geht also um das Geschick einer gewissen Anzahl von Möbelstücken, die zehn Jahre vor dem Großen Krieg in der schwäbischen Metropole hergestellt worden sind.

Das darauffolgende Terzett liefert weitere Informationen: »nach der japanischen Besatzung / schrieb der Vorsitzende Mao / ein Pamphlet hier am Stuttgarter Schreibtisch«. Wir erfahren von wechselnden Eigentümern, auch von wechselnden Verwendungen. Bis zu diesem Punkt scheint das Gedicht nicht mehr zu sein als eine in lyrische Zeilen gefasste Karteikarte, die man sich vielleicht für spätere Recherchen notiert hat. Das Wörtchen »hier« allerdings bereitet eine Perspektive vor, die außerhalb des Textflusses liegt und auf ein artikulierendes Subjekt verweist. Möbelstücke sind von einem »hier« aus betrachtet.

Und nun geschieht in der dritten Strophe etwas, das eigenartig ist: »im letzten Herbst sah ich vom Fenster aus / im Hof die Immobilienmanager / als warteten sie auf den Ausverkauf«. Wir sind plötzlich dieser tief in geschichtliche Umstände getauchten Notiz entrissen und vernehmen eine Stimme, die in der Gegenwart zu sprechen scheint und die eine Erinnerung versifiziert, die unmöglich um »neuzehnhundertvier« oder im Ehedem verankert sein kann, sondern »im letzten Herbst«. Auch sind die Zeilenübergänge weniger syntaktisch, stärker elliptisch geworden.

Die vierte Strophe schließlich lässt den Leser mit einer Frage zurück bzw. wirft (ironisierend) uns in die Mitte des Unbeantworteten, dem Drängen dessen, was uns gerade als Gedicht präsentiert worden ist: »dies alles dreht sich (ging mir durch den Kopf) / nur um die Stuttgarter Manufactur / und sag mal wann haben die eigentlich / Pleite gemacht war das im letzten Jahr?«

Eine ähnliche Strategie verfolgt das Gedicht Glenn Beck verlässt Amerika. Es inszeniert die seit den 80er Jahren sich intensivierende perverse Trinität von Medien, Religion und Politik. Diese Trinität kann durch bestimmte rechtskonservative Fanatiker in Personalunion mit eher religiös-fundamentalistisch orientierten Gruppen und Fox News in der republikanischen Partei Wurzeln schlagen. Das Gedicht bringt eine Melange an Motiven zusammen, die hierzulande ironisch, auch komisch wirken, aber tatsächlich in ihrem Zutreffen abgründig sind: »Glenn Beck hat vor Hass geweint / in Fox News dafür lieben sie ihn« oder etwas später »neben dem Denkmal der Ermordeten / steht das Denkmal der Mörder / edle Weiße edle Weiße«.[3]

Glenn Beck verlässt Amerika ist thematisch verwandt mit dem darauffolgenden Gedicht, Fox News, welches die Geiselnahme der amerikanischen Mittelschicht durch die Ideologie des Fernsehsenders aufgreift, indem es in stark gebundenen Versen eine Anklage ausführt: »ihr Sinn- ihr Brand- ihr Stifter / von Nacht zu Nacht: /«; oder die Schlussverse: »der Bildschirm wird schon heller / bis an das kühle Grab«. In einem Gedichtband mit dem Titel »Old Glory« sind medienkritische Gedichte besonders wichtig, da sie an eine lange Tradition in der amerikanischen Lyrik anschließen – ich möchte hier nur an Allen Ginsbergs Television Was a Baby Crawling Toward That Deathchamber erinnern, das in den frühen 60ern entstand.

Die politischen Verhältnisse, die Detering implizit als ideal voraussetzt, tauchen in den sozialkritischen Gedichten in diesem Band erneut auf – z. B. Tao downtown, Eiswürfel oder Meerleute. Besonders das Gedicht Eiswürfel möchte ich hervorheben, da es den sozialkritischen Impuls in der Literatur problematisiert: »mit Dr. Enzensberger standen wir / auf der Terrasse der Akademie / und schauten hinunter auf den Platz wo // drei graue Frauen Flaschen sammelten«. Es ist ja keineswegs selten, dass soziales Bewusstsein zur Pose verkommt, zu etwas, mit dem sich Vertreter der aufgeklärten Kreise schmücken, ohne die inhärenten Widersprüche ihrer rhetorischen Bekundungen der Empörung selbst zu begreifen. Es ist ebendieses Paradox, das Detering bewusst ist, wenn er Eiswürfel mit folgendem Vers beschließt: »Keine der drei schaute zu uns herauf«. Zwischen Sozialkritik und sozialer Realität besteht ein Graben, der sich eben nicht einfach hermeneutisch einholen lässt, sondern eigentlich aktivistische Praxis, Risiko und realer Courage bedarf.

»Old Glory« – der Dichter als Vielgewanderter

Es ist uns, die wir Deterings Das offene Geheimnis. Zur literarischen Produktivität eines Tabus von Winckelmann bis zu Thomas Mann (1994) abends vor dem Gebet lasen bzw. morgens eine Stunde früher aufstanden, um die wunderbare Studie über Wilhelm Raabe (Theodizee und Erzählverfahren, 1990) zu verschlingen … uns allen ist klar, dass Heinrich Detering aus weitgewanderter Erfahrung spricht. Er ist gewiss polytrop, was die Auseinandersetzung mit Literatur betrifft, aber auch die Bezüge und Anspielungen in seiner Lyrik machen einen weitgewanderten Charakter deutlich. Er zwinkert dem Leser zu, wenn er z. B. im Gedicht Schlangenberg die Gegensätze zwischen dem neuen und dem alten China kollidieren lässt: »ein buddhistischer Tempel samt vegetarischem / Restaurant […]« oder später ebendort: »in der Pagode der gelben Kraniche / über der Autobahn gegenüber dem Fernsehturm«.

Was seine Gedichte so unterhaltsam macht, ist dieses abgründige Spiel der Ironie, die bis in die dunkelsten Kapitel der Geschichte hineinreicht. Wenn er in dem Gedicht Buffalo Bill verlässt Weimar eine Wildwest-Show, die um 1906 in Weimar gastierte, kontrastiert mit unserem Wissen nach 1945: »Buffalo Bills Wildwest-Show in Weimar / der Übermensch glänzt als Lassowerfer«. Wir kennen den Irrsinn der Buchenwald-Kultiviertheit, die zwischen Goethe und dem Genozid keinen Widerspruch erkennen will. Wir kennen auch die Allgegenwärtigkeit des genozidären Moments in aller westlichen Zivilisation, also auch angesichts der Ureinwohner Amerikas. Es erstarrt einem daher das Blut in den Adern bei dem Gedanken an Buffalo Bill vor Schillers Denkmal, der »erzählte wie immer die Geschichte / How I Killed My First Indian dachte an / Nutzen und Nachteil der Historie«.

Zum Schaden dieser starken Texte, gibt es allerdings in dem Band auch Gedichte wie das Glück in Texas: »kein Student in Texas verstand die Schönheit / von Tranströmers Vers das Glück / sei ein sonnenwarmer Stein in der Hand // das Glück ist in Texas ein mondkühler Stein«. Bei solchen aufgeblasenen Eurozentrismen ist man dann doch schon gedrängt, sich zu wundern, wie hoch der highbrow Deterings eigentlich ist, wenn er es nötig hat, sich über ein paar ahnungslose texanische Tölpel zu echauffieren, die sich nicht für kitschige Tranströmer-Gedichte erwärmen können, weil sie noch so satt sind von Taco Bell nach ihrem Steak & Shredded Cheese Quesadilla. Das war nicht fein Herr Detering. Kosmopolitisch geht anders. Das heißt, um die kritischen Punkte nicht zu sehr auszuweiten, der Gedichtband leidet – nicht oft, aber gelegentlich – an platten Pointen, die ihre Komik nicht einmal unfreiwillig entwickeln – z. B. in Ende der Geschichte: »Adam und Eva hatten zwei Kinder / beide leider (ein Missgeschick) männlich // einer erschlug den anderen blieb allein / so starb die kleine Menschheit wieder aus // eine Frau drei Männer eine kurze / Geschichte (doch an Höhepunkten reich)«. Sollten wir uns nun auf die Schenkel klopfen?

Ich erwähne dies keineswegs abschätzig, sondern lediglich, um das Bild abzurunden. »Old Glory« ist eine amüsante Sammlung an Gedichten. Die Texte sind ihrer Oberflächenstruktur nach leicht zugänglich und erfordern keineswegs einen Handapparat, um an ihnen eine aufregende Leseerfahrung zu machen. Sie sind reich an ausgezeichneten Bildern und Passagen; daher ist der Band allemal zur Lektüre zu empfehlen, denn, wie es im Gedicht Kalligraphie heißt: »ein Wolfshaar steckt in jedem / Pinsel des Kalligraphen / umgeben von Hasenhaar«.

»Old Glory« von Heinrich DeteringOld Glory
Heinrich Detering
Wallstein Verlag, Göttingen 2012
76 S.
€ 16.90 (Gebundene Ausgabe)

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Diese Rezensionen werden Ihnen von Paul-Henri Campbell präsentiert. Campbell ist 1982 in Boston (USA) geboren und schreibt Lyrik sowie Prosa in englischer und deutscher Sprache. Gedichtbände: »duktus operandi« (2010), »Space Race. Gedichte:Poems« (2012). Er ist ebenfalls Übersetzer und Mitherausgeber der internationalen Ausgabe der Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT (»DAS GEDICHT chapbook. German Poetry Now«). Soeben erschienen ist »Am Ende der Zeilen. Gedichte | At the End of Days. Gedicht:Poetry«.

  1. [1] Auch die Wahl von Sonnet 88 ist angesichts der gegenwärtigen europäischen Interpretamente hinsichtlich der amerikanischen Zeitgeschichte, wie ich finde, wundervoll. Daher möchte ich das Sonnet hier noch vollständig anfügen: »When thou shalt be disposed to set me light, / And place my merit in the eye of scorn, / Upon thy side, against myself I’ll fight, / And prove thee virtuous, though thou art forsworn. / with mine own weakness being best acquainted, / Upon thy part I can set down a story / Of faults concealed, wherein I am attainted; that thou in losing me shalt win much glory: / And I by this will be a gainer too; / For bending all my loving thoughts on thee, / The injuries that to myself I do, / Doing thee vantage, double-vantage me. // Such is my love, to thee I so belong, / That for thy right, myself will bear all wrong« (William Shakespeare: Sonnet LXXXVIII)
  2. [2] Hier sei ausdrücklich auf Sikelianos‘ Gedicht Thus, Speak the Chromograph hingewiesen.
  3. [3] Heißt es im Übrigen nicht irgendwo in einem der Stücke aus Robert Lowells Theater-Trilogie »The Old Glory« aus dem Mund eines Puritaners: »Everything in America will be Bible, blood, and iron«?

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